'Polizeiruf 110': Matthias Brandt will nicht länger ermitteln

München-"Polizeiruf": Matthias Brandt stellt die Ermittlungen ein
Matthias Brandt im "Polizeiruf 110 - Morgengrauen" © BR/Erika Hauri, SpotOn
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Schauspieler will aufhören

Es ist wohl kaum übertrieben, Matthias Brandt (55, "Ende einer Nacht") als einen herausragenden Sonntagabend-Ermittler zu bezeichnen: Seit 2011 hat der Sohn des verstorbenen Alt-Bundeskanzlers Willy Brandt für den BR-"Polizeiruf 110" in München ermittelt - und war nicht nur einer der schillernderen Schauspieler auf diesem Sendeplatz, sondern auch immer wieder für besonders ambitionierte und sorgsam auserzählte Fälle gut. So weit, so gut. Die schlechte Nachricht: Damit ist wohl bald Schluss.

Denn wie der Bayerische Rundfunk am Dienstag der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte, will Brandt aufhören. Allerdings wird sich der 55-Jährige wohl mit dem Abschied noch ein klein wenig Zeit lassen: Es sei "kein abrupter Abschied und auch keiner im Streit", hieß es vonseiten des BR. Über die Zahl der noch zu drehenden Filme wird dem Bericht zufolge noch verhandelt.

Lieber Schauspieler als Polizist

Brandt selbst erklärte der "SZ", er werde 2017 oder 2018 beim "Polizeiruf" aufhören. Auch seine Erklärung für den Abschied lässt auf eine sehr friedliche Trennung schließen: Er wolle sich einfach nicht auf die Rolle des Ermittlers festlegen lassen, ließ sich Matthias Brandt von dem Blatt zitieren. "Noch lieber als Polizist bin ich nämlich Schauspieler."

Brandt spielt seit 2011 den Kriminalhauptkommissar Hanns von Meuffels. Insgesamt sind bislang zwölf Münchner "Polizeirufe" mit Brandt in der Hauptrolle ausgestrahlt worden - einige davon haben großes Kritikerlob erhalten. So wurde etwa die Episode "Schuld" für den Grimme-Preis nominiert und mit dem Deutschen Schauspielerpreise 2013 ausgezeichnet.

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