Polizei Las Vegas will DNA-Probe von Cristiano Ronaldo

ARCHIV - 22.10.2018, Großbritannien, Manchester: Fußball: Champions League, Pressekonferenz vor dem Spiel Manchester United - Juventus Turin, Gruppenphase, Gruppe H, 3. Spieltag, im Old Trafford: Cristiano Ronaldo von Juventus Turin während der Press
Vor drei Jahren behauptete Cristiano Ronaldo, er habe "Tore in seiner DNA". © dpa, Martin Rickett, hjb

Sin City: Bringt ein DNA-Test Licht ins Dunkel?

Cristiano Ronaldo soll Kathryn Mayorga im Sommer 2009 in einem Hotel in Las Vegas vergewaltigt haben. Das behauptet die Amerikanerin und hat in der größten Stadt des Wüstenstaats Nevada Zivilklage gegen den portugiesischen Fußball-Star eingereicht. Nun forderte die Polizei der Spieler-Metropole eine DNA-Probe des 33-Jährigen an. 

"Offizieller Antrag" der Polizeibehörde

Die Behörde bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein "offizieller Antrag" an Behörden in Italien, wo CR7 mittlerweile in Diensten von Juventus Turin steht, ergangen sei. Überraschend ist dies allerdings nicht: DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe, so die Polizei. 

Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Der damals 24-jährige Portugiese habe sie dort in einem Nachtclub kennengelernt, in seine Hotel-Suite eingeladen und sie dann vergewaltigt, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei "normalerweise ein Gentleman".

Als wichtiges Beweisstück gilt in dem Fall Mayorgas Kleid von besagtem Abend. An diesem sei andere DNA als ihre eigene festgestellt worden, berichtete das "Wall Street Journal". 

CR7-Anwalt: "Alles einvernehmlich"

Die Probe aus Italien, wo Ronaldo für den Verein Juventus Turin auf Torejagd, soll mit dieser Probe abgeglichen werden. Erst wenn alle Beweismittel gesammelt sind, dürfte die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über eine mögliche Anklage gegen Ronaldo entscheidet. Ronaldo hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Sogar eine Ex-Freundin hatte sich schützend hinter den ehemaligen Star von Real Madrid gestellt. 

Was in Las Vegas zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, sagte sein Anwalt Peter Christiansen am Donnerstag. "Es würde deshalb nicht verwundern, wenn DNA vorhanden wäre oder die Polizei diesen sehr üblichen Antrag als Teil ihrer Ermittlungen stellen würde." Im Oktober hatte der mehrmalige Weltfußballer der französischen Zeitschrift "France Football" gesagt, dass "die Wahrheit ans Licht kommen" werde.