Oscars 2019: Rami Malek, Lady Gaga und alle weiteren Gewinner des Abends im Überblick

Oscar-Gewinner
Oscar-Gewinner © Getty/RTL

Wenig Überraschungen - bis auf den besten Film

Lady Gaga (32) konnte kaum sprechen vor Glück. Als Schauspiel-Greenhorn konnte sie trotz reifer Leistung nicht die Trophäe für die beste Hauptrolle abstauben, aber dafür erwartungsgemäß den Preis für den besten Filmsong - "Shallow" aus "A Star Is Born". Den performte sie zusammen mit Co-Star Bradley Cooper (44) derart innig, dass die Gerüchte über eine heimliche Affäre der beiden gleich wieder heftig hochkochten. Bester Film des Jahrgangs ist "Green Book" - und das war die vielleicht größte Überraschung in einer eher lahmen Show mit meist vorhersehbaren Gewinnern. 

Tränen der Rührung und eine Gewinnerin, die sich entschuldigt

Den ersten Oscar des Abends nahm Regina King unter Tränen entgegen - für die beste Nebenrolle in "If Beale Street Could Talk". Bester Hauptdarsteller war wie bei den meisten anderen Awards dieser Saison Rami Malek in "Bohemian Rhapsody", bester Nebendarsteller Mahershala Ali in "Green Book".

Die lustigste Dankesrede hielt mit Abstand Olivia Colman, die für ihre Hauptrolle in "The Favourite" den einzigen Oscar für den zehnfach nominierten Streifen einheimste. Sie zog Grimassen und scherzte - und entschuldigte sich bei ihren Mitnominierten Lady Gaga und Glenn Close dafür, dass sie ihnen den Preis vor der Nase weggeschnappt hatte.

Damit war "The Favourite" einer der großen Verlierer der Oscars - neben "Vice", der nur für das beste Make-up ausgezeichnet wurde. Alfonso Cuarón musste gleich drei Mal eine Dankesrede halten: Sein "Roma" bekam drei Academy Awards - als bester fremdsprachiger Film, für die beste Regie und für die beste Kamera, die Cuarón selbst übernahm. 

DAS sind die schönsten Oscar-Looks
01:06 Min DAS sind die schönsten Oscar-Looks

"Bohemian Rhapsody" war DER Abräumer des Abends

Und so sieht die Bilanz aus: Vier Oscars für "Bohemian Rhapsody" - in den Kategorien Hauptdarsteller, Ton, Schnitt und Tonschnitt. Jeweils drei für "Green Book" und "Roma". 

Am einhelligsten waren die Meinungen wohl zum Thema Oscar-Gastgeber. Nach dem Rückzug des Comedians Kevin Hart stand die Academy ohne Moderator da und zog das Ding durch. Was blieb, war eine Show, die wirkte wie eine beliebige Oscar-Verleihung von früher, nur ohne die launigen Späße des Gastgebers und ohne originelle Aktionen wie eine gemeinsame Pizzabestellung. Das fanden viele Zuschauer leider gar nicht preisverdächtig.