Will Smith' Attacke auf Chris Rock & weitere Highlights der 94. Academy Awards

Oscars 2022: Über diese Momente spricht das Netz

Will Smith schlägt Chris Rock nach Scherz über Frau Jada
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Will Smith schlägt Chris Rock nach Scherz über Frau Jada

Goldjungen, Glitzer und Glamour: Die Oscar-Verleihung 2022 lieferte einige Hingucker. Aber nicht nur die Gewinner der begehrtesten Filmpreise und die Looks auf dem roten Teppich sorgten für Aufsehen – auf und abseits der Bühne gab es noch ein paar andere Momente, die im Netz für Aufregung sorgten. Wir haben die Highlights und die besten Twitter-Reaktionen hier für Sie im Video zusammengefasst.

Will Smith haut Chris Rock eine rein

Das ist gerade nicht wirklich passiert?!? Gesprächsthema Nummer eins im Netz ist ein Eklat zwischen Will Smith (53) und Chris Rock (57). Ersterer wurde handgreiflich und verpasste seinem Kollegen vor laufenden Kameras eine ordentliche Backpfeife, nachdem dieser verbal ausfällig geworden war. Der Grund: Chris hatte einen Witz über Wills Ehefrau Jada Pinkett Smith gemacht, den das Paar gar nicht lustig fand. Der Komiker sagte, dass Jadas kahlgeschorener Kopf ihn an "G.I. Jane" erinnere. Für die 50-Jährige ein schwieriges Thema, weil sie bekanntlich ein Problem mit Haarausfall hat. Während die Schauspielerin mit starrer Miene auf ihrem Platz saß, stürmte ihr Mann auf die Bühne und scheuerte Chris eine. Dabei brüllte Will: „Keep my wife’s name out of your fucking mouth!“ (deutsch: „Halt den Namen meiner Frau aus dem verdammten Mund!“)

Wer sich noch fragt, ob die Szene zwischen den beiden Hollywood-Stars echt war. Auf Twitter ist man sich sicher, dass Will es definitiv ernst gemeint hat.

RTL Reporter schätzt ein: War der Eklat echt?
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RTL Reporter schätzt ein: War der Eklat echt?

Umstrittenes Moderatorinnen-Trio bei den Oscars 2022

Frauen-Power bei den Oscars. In diesem Jahr wurde die Verleihung gleich von drei Frauen moderiert: Amy Schumer (40), Wanda Sykes (58) und Regina Hall (51). „Drei Frauen sind halt günstiger als ein Mann“, so das Trio in seiner Eröffnungs-Rede. Die Schauspielerinnen sind in Höchstform und beweisen eindrucksvoll, warum sie zu den lustigsten Stars in Hollywood gehören. Aber nicht alle Witze trafen den Geschmack der Zuschauer. Vor allem dieser Moment fiel einigen negativ auf:

Regina rief die Hollywood-“Bad Boys" Simu Liu, Bradley Cooper, Tyler Perry und Timothée Chalamet auf die Bühne, angeblich weil es Probleme mit ihren Covid-Tests gab. Die 51-Jährige wollte die vier Männer daher backstage „nachtesten“. Das sorgte zwar für viel Gelächter, aber im Netz gab es auch Kritik, weil es die Opfer der Corona-Pandemie verunglimpfe. Anschließend kamen Josh Brolin und Jason Momoa auf die Bühne. Die beiden wurden von der Moderatorin erst einmal ausführlich abgetastet... auch das empfanden viele als unpassend.

Wiedersehen mit Oscar-Gewinnerin Youn Yuh-jung

Erinnern Sie sich noch an Youn Yuh-jung? Im vergangenen Jahr war die koreanische Schauspielerin für eine Reihe von Lachern gut. Nicht nur, weil sie unverhohlen Brad Pitt angebaggert hatte, sondern auch, weil sie sich beschwert hatte, dass ihr Name nicht richtig ausgeprochen wurde. Und dieses Jahr gab es ein Wiedersehen mit der 74-Jährigen – zur Freude der Netz-Gemeinde. Youn Yuh-jung überreichte Troy Kotsur gewohnt charmant den Oscar in der Kategorie Bester Nebendarsteller und stahl dem Gewinner dabei fast die Show.

Zwei Oscars für Deutschland

Noch vor Beginn der Zeremonie kann sich der erste deutsche Nominierte bereits über eine Auszeichnung freuen. Das gab die Academy bei Twitter bekannt. Komponist Hans Zimmer holte den Oscar in der Kategorie „Beste Filmmusik“ zum Science-Fiction-Epos „Dune“. Für den gebürtigen Frankfurter, der seit langem in Los Angeles lebt, ist es der zweite Goldjunge. In den 1990ern wurde er bereits für die Musik zum Disney-Zeichentrickfilm „Der König der Löwen“ ausgezeichnet. Der 64-Jährige war nicht selbst vor Ort, weil er in Amsterdam ein Konzert gab und nahm via Social Media einen symbolischen Oscar entgegen – im Bademantel.

Und „Dune“ blieb auf Erfolgskurs - sehr zur Freude der Deutschen: Gerd Nefzer gewann den Oscar in der Kategorie „Visuelle Effekte“ für den Film. Er hätte seinen großen Auftritt fast verpasst, da ein positiver Corona-Test ihm fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Aber kurz vor knapp konnte er doch noch in Flieger steigen, nachdem der PCR-Test rechtzeitig wieder negativ war.

Oscars 2022: Schweigeminute für die Ukraine

Die Oscar-Macher riefen mit einer Schweigeminute und einem Spendenaufruf zur Solidarität mit den Opfern des Krieges in der Ukraine auf. Es war das erste Statement in diese Richtung – fast zwei Stunden nach dem Start der Preis-Verleihung. Im Netz kam die Aktion nicht gut an. Es wurde unter anderem bemängelt, dass die Texttafeln zu kurz angezeigt wurden, sodass kaum Zeit war, sich die Infos durchzulesen. Sean Penns Forderung wurde damit nicht erhört. Er hatte eindringlich darum gebeten, den ukrainischen Präsidenten Selenskyj selbst sprechen zu lassen.

Unmut über ausgelagerte Oscar-Kategorien

Für Unmut im Netz sorgte die Entscheidung der Academy nicht alle der 23 Oscar-Kategorien live in der TV-Show auszuzeichnen. Acht Disziplinen mussten auf die Kamera verzichten, darunter unter anderem Schnitt, Original-Score und die Kurzfilm-Bereiche für Animaton und Dokumentation. Die Gewinner dieser Kategorien bekamen ihre Goldjungen schon im Vorfeld der eigentlichen Preis-Verleihung. Absolut respektlos, so die Meinung vieler Oscar-Zuschauer.

Publikumspreis geht unter

Auch eine weitere Neuerung kam nicht gut an. Bis zum 3. März konnte man bis zu 20 Mal pro Tag auf Twitter oder der Internetseite der Oscars über seine Favoriten abstimmen. In einer separaten Umfrage wurde Filmfans zudem aufgefordert, ihren liebsten „Filmjubel-Moment" zu wählen. Die fünf meistgewählten Szenen, bei denen das Publikum „nicht anders konnte, als in Jubelschreie auszubrechen“, wurden bei der Oscar-Verleihung gezeigt. Mit dem Publikumspreis sollte die zuletzt gesunkene Relevanz der Awards wieder gesteigert werden. Doch das ist offenbar nicht wirklich gelungen. Denn die Netz-Gemeinde zeigte sich eher genervt.

Sieger wurde übrigens nicht wie erwartet „Spider-Man: No Way Home“, sondern Netflix' Zombie-Streifen „Army of the Dead“. Präsentiert wurde der Fan-Oscar mit einem lieblosen Countdown. Der genauso unkommentiert blieb wie Will Smiths Ausraster. (tma)

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