Oscar-Gewinner Joaquin Phoenix: Seine Rede war erneut ein Highlight

Oscar-Gewinner Joaquin Phoenix: Seine Rede war erneut ein Highlight
Joaquin Phoenix hat eine Menge zu sagen © Adriana M. Barraza/WENN/Cover Images, WENN

Er ist nicht nur ein guter Schauspieler, ihm liegt auch das Wohl der Welt am Herzen — das machte Joaquin Phoenix einmal mehr in seiner Oscar-Dankesrede deutlich

Ob bei den Golden Globes, bei den BAFTAs letzte Woche und jetzt bei den Oscars — Joaquin Phoenix (45) verschwendet bei seinen Dankesreden auf dem Podium keine Zeit damit, minutenlang Leuten zu danken, die außerhalb der Branche niemand kennt.

Joaquin Phoenix nutzt seine Stimme

Vielmehr hat der Schauspieler ('Gladiator'), der für seine Rolle als 'Joker' einen Preis nach dem anderen einsackte, seine großen Momente dafür genutzt, sein Publikum auf Missstände und Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Auch am Sonntag (9. Februar) hatte der Star wieder eine wichtige Message für sein Publikum. Er fühle sich sich keinem seiner Mitstreiter überlegen, erklärte der Gewinner in der Kategorie 'Bester Hauptdarsteller'. Alle teilten die Liebe zum Film. Doch das größte Geschenk des Ruhms, den er dem Film verdanke, sei es, seine Stimme für diejenigen zu erheben, die selbst keine Stimme hätten. Das Wichtigste sei für ihn die Gleichheit und die Gerechtigkeit.

Gegen Selbstsucht und Nationalismus

"Manchmal scheint es, als ob wir alle für verschiedene Dinge kämpfen, doch ich sehe eine Gemeinsamkeit", erklärte ein leidenschaftlicher Joaquin Phoenix und fuhr fort: "Ob Gleichberechtigung aller Geschlechter, ob Rassismus, die Rechte der LGBTQ+-Community, der Ureinwohner oder der Rechte der Tiere, wir sprechen über den Kampf gegen Ungerechtigkeit." Ganz besonders der weltweit im Aufstieg befindliche Nationalismus ist ihm ein Dorn im Auge: "Wir sprechen hier über den Kampf gegen die Überzeugung, dass eine Nation, ein Volk, eine Rasse, ein Geschlecht, eine Spezies das Recht hat, ungestraft über andere zu herrschen."

Viele hätten sich mittlerweile selbst zum Mittelpunkt des Universums erklärt und leiteten dadurch das Recht ab, Naturschätze zu plündern. Hinzu käme die Angst, dass wir etwas aufgeben, wenn wir uns ändern. Doch der Schauspieler glaubt fest daran, dass man gemeinsam den Weg in eine bessere Welt gehen kann: "Wir sind am besten, wenn wir uns gegenseitig unterstützen." Kein Wunder, dass Joaquin Phoenix enthusiastischen Applaus erhielt. Ob sich jetzt etwas ändern wird?

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