„Once Upon a Time“: Shannon Lee ärgert sich über Quentin Tarantinos Darstellung ihres Vaters Bruce Lee

Shannon Lee: Schluss mit den Gesprächen über Bruce Lee!
Shannon Lee ist wütend auf Quentin Tarantino © WENN/Z.TOMASZEWSKI, WENN

Die Tochter der verstorbenen Martial-Arts-Legende Bruce Lee, Shannon Lee, fordert Regisseur Quentin Tarantino auf, alle Gespräche über ihren Vater einzustellen.

Als Shannon Lee (50) sah, wie Kult-Regisseur Quentin Tarantino (56) ihren Vater, die Martial-Arts-Legende Bruce Lee (†32), in seinem neuen Streifen 'Once Upon a Time… In Hollywood' darstellte, war sie außer sich vor Wut. Im Interview mit 'The Wrap' erklärte sie, dass er wie "ein arrogantes Arschloch voller heißer Luft" rüberkomme und wie eine "Karikatur" erscheine.

Es reicht!

Tatsächlich kommt Bruce Lee (gespielt von Mike Moh) nicht besonders gut weg in dem Film, doch laut Tarantino habe das auch seinen Grund. "Bruce Lee war schon irgendwie ein arroganter Typ", behauptete er als Reaktion auf Shannon Lees Kritik. Kein Wunder, dass Letztere noch immer wütend auf den Regisseur ist. Am liebsten wäre es ihr, wenn dieser aufhören würde, über ihren Vater zu sprechen.

"Er könnte den Mund halten", wütete sie gestern 14. August im 'Variety'-Interview. "Das wäre wirklich schön. Oder er könnte sich entschuldigen und sagen 'Ich weiß nicht wirklich, wie Bruce Lee war. Ich habe das einfach so für meinen Film geschrieben. Aber das muss nicht dafür gehalten werden, wie es wirklich war.'"

Shannon Lee bekommt Unterstützung

In einer Szene des Tarantino-Films hört man Bruce Lee sagen, dass er selbst Box-Legende Muhammad Ali (gespielt von Cassius Clay) schlagen würde. Auch Brad Pitts Charakter Cliff Booth fordert er zu einem Kampf heraus, den er jedoch nicht für sich entscheiden kann.

"Ich verstehe, dass sie Brad Pitt in diesen extrem krassen Typen verwandeln wollen, der Bruce Lee zusammenschlagen könnte. Aber sie hätten meinen Vater nicht so behandeln müssen wie damals das weiße Hollywood, als er noch gelebt hat", bemängelte Shannen Lee unlängst in einem früheren Interview mit 'The Wrap'.

Auch Schauspieler Mike Moh räumte ein, dass er sich bei seiner Darstellung der Hollywoodikone unwohl gefühlt habe. "Ich war hin- und hergerissen, weil er mein Held ist - Bruce war für mich buchstäblich ein Gott!", so Moh gegenüber 'Birth.Movies.Death'.

Shannon Lee ist offensichtlich nicht die einzige, die nicht mit Tarantinos Darstellung ihres Vaters Bruce Lee zufrieden ist.

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