Nach Not-OPs: Alex Joligs Frau Britt macht ihrer Krankenkasse schwere Vorwürfe

Britt und Alex Jolig im Interview
Britt und Alex Jolig © RTL

Sie hat sogar einen Anwalt eingeschaltet

Ihre Krankenkasse macht sie einfach nur noch krank. Letztes Jahr entging Britt Jolig (51), Frau von Ex-"Big Brother"-Star Alex Jolig (55), zweimal nur knapp dem Tod. Im Frühjahr 2017 wurde eine Autoimmunkrankheit bei ihr festgestellt, nach zwei Not-OPs kämpfte sie sich zurück ins Leben. Bereits 2017 litt Britt unter diffusem Haarsausfall. Von ihrer Dermatologin bekam sie eine Perücke verschrieben. Die Kasse lehnte ab. Seit diesem Sommer leidet sie an Erschöpfung, Schwindel und vor allen Dingen erneut an massivem Haarausfall. Auch dieses Mal lehnte die Kasse die Kostenerstattung für die vom Arzt verschriebene Perücke ab. 

"Es ist ein einziger Kampf"

Britt Jolig ohne Perücke
Britt Jolig mit Glatze: "So traue ich mich nicht auf die Straße" © Privat

Von ihrer Dermatologin bekam sie eine Perücke verschrieben. Für ihre sechs Modelle gab sie bisher über 7.000 Euro aus (Einzelpreis 1.200 Euro). Echthaar-Perücken werden bei der gesetzlichen Versicherung bis zu alle sechs Monate erstattet. Aber: Ihre Krankenkasse will trotz einer gesetzlichen Regelung nicht zahlen, sagt sie.

"Je kranker ich werde, desto mehr wird abgelehnt, weil sie wissen, dass ich mich nicht wehren kann", klagt Britt Jolig im RTL-Interview. "Dabei hat mir ein befreundeter Anwalt gesagt, dass Perücken bei Haarausfall als anerkanntes Hilfsmittel erstattungspflichtig sind. Bei gesetzlichen Krankenkassen ist das auch kein Problem, da hat man einmal im Jahr Anspruch auf eine neue Perücke." Tatsächlich hat das Sozialgericht Koblenz 2016 entschieden, dass eine unter totalem Haarausfall leidende Frau jährlich Anspruch auf Versorgung mit einer Echthaarperücke hat.


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Doch die Privat-Kasse von Britt Jolig stellt sich quer: "Ein Mitarbeiter meiner Kasse sagte mir, die gesetzlichen Krankenkassen hätten zwar eine soziale Verpflichtung gegenüber ihren Patienten", sagt sie. "Aber die private Kasse wäre nur für die Gesundheit zuständig." Der Zoff zehrt an ihren Nerven und belastet sie auch gesundheitlich: "Es ist in einziger Kampf, der mich auch körperlich auslaugt." Aber sie muss sich nicht nur um die Kostenerstattung ihrer Perücken streiten. Auch wichtige Medikamente will die Kasse nicht zahlen. Britt Jolig: "Nach meiner Herz-OP muss ich Kalium nehmen, das die Kasse auch nicht übernehmen will. Ich habe mittlerweile über 1.000 Euro für Medikamente ausgegeben, um nicht diskutieren zu müssen."

Jetzt bekommt sie Hilfe

"Ich bin es leid, alles rechtfertigen zu müssen und habe deswegen jetzt einen Anwalt eingeschaltet", sagt Britt Jolig. Mit seiner Unterstützung will sie um ihr Recht kämpfen: "Haare sind Pflege für die Seele. Und ich kämpfe auch für alle anderen Frauen, die unter Haarausfall leiden müssen."