Sterbliche Überreste von Birgit A. gefunden - kann die Polizei den Fall jetzt lösen?

Ist es Birgit Ameis?
03:11 Min

Ist es Birgit Ameis?

Obduktion noch diese Woche

Wie starb Birgit A.? Die sterblichen Überreste der seit 2015 vermissten Frau sind in einem Wald im Rhein-Hunsrück-Kreis gefunden worden. Die 54-Jährige war nach ihrem Dienst am Flughafen Hahn spurlos verschwunden. Die Polizei gründete eine Ermittlungsgruppe, da es keine Anzeichen für ein freiwilliges Verschwinden gab. Die Obduktion der Leiche soll noch diese Woche stattfinden. Die Ermittler hoffen nun auf neue Ermittlungsansätze. Mehr zum mysteriösen Verschwinden von Birgit A. erfahren Sie in unserem Video. 

Überreste im Wald gefunden

Mit diesem Bild suchte die Polizei nach der vermissten Birgit A.
Mit diesem Bild suchte die Polizei nach der vermissten Birgit A. © Polizei

Fünfeinhalb Jahre nach ihrem Verschwinden hat ein Pilzsammler nun die sterblichen Überreste der am Hunsrück-Flughafen Hahn vermissten Frau entdeckt. Er fand sie im Wald bei Büchenbeuren im Rhein-Hunsrück-Kreis, wie die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach am Montag mitteilte. Es gebe noch keine Erkenntnisse, ob die 54-jährige Birgit A. einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen sei oder einen tödlichen Unfall erlitten habe. Ihre sterblichen Überreste seien mit einem Gebissabgleich identifiziert worden. Nun werde vor Ort und auch rechtsmedizinisch weiter ermittelt. 

Seit 2015 vermisst

Die 54-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) hatte am Karsamstag 2015 ihre Arbeitsstätte am Flughafen Hahn verlassen, war aber nie zu Hause angekommen. Ihr Mann erstattete Vermisstenanzeige. Die Polizei fahndete unter anderem mit Spürhunden und Hubschraubern nach der Frau. Ihr Auto wurde mehrere Tage nach ihrem Verschwinden auf einem Parkplatz im nahen Lautzenhausen von einem Zeugen entdeckt. 

Im Wagen befanden sich in einer Umhängetasche noch ihre Geldbörse, Handy und Personalausweis. Nach dem Fund des Fahrzeugs gründete die Polizei die „Soko Hahn“ und setzte eine großangelegte Suchaktion in Gang. Da auch ihre Jacke gefunden wurde gingen die Ermittler von einem unfreiwilligen Verschwinden aus, denn zum Zeitpunkt des Verschwindens herrschten im Hunsrück Temperaturen um den Gefrierpunkt. Keine guten Umstände für einen Spaziergang ohne Jacke.