Nach schweren Vorwürfen

Mobbing-Untersuchung gegen Herzogin Meghan abgeschlossen: Was hat der Palast herausgefunden?

Mobbingvorwürfe gegen Meghan: Was hat der Palast herausgefunden?
Herzogin Meghan bei einem Auftritt mit ihrem Mann Prinz Harry. © imago/ANP, SpotOn

Das britische Königshaus soll eine Untersuchung zu Mobbingvorwürfen gegen Herzogin Meghan (40) abgeschlossen haben. Die Anschuldigungen wurden von einem Palastmitarbeiter vorgebracht, der mit Prinz Harrys (37) Frau zusammenarbeitete. Die Herzogin von Sussex hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.

Beschwerde gegen Herzogin Meghan war der Auslöser für die Untersuchung

Die Untersuchung wurde im März 2021 vom Buckingham Palast in Auftrag gegeben - als Folge eines Berichts in der Zeitung „The Times“. Darin wurde behauptet, dass es gegen die Herzogin von Sussex eine Mobbing-Beschwerde gebe. Die Anschuldigungen sollen von einem ihrer engsten Mitarbeiter kommen und aus der Zeit stammen, als die Sussexes im Kensington Palast noch für das Königshaus tätig waren.

Laut den Anschuldigungen in der Beschwerde, die „The Times“ zufolge im Oktober 2018 eingereicht wurde, soll Meghan zwei persönliche Assistenten vertrieben und das Selbstvertrauen eines dritten Mitarbeiters beschädigt haben.

Das sagte die Herzogin selbst zu den Vorwürfen

Unmittelbar nach dem Medien-Bericht gab es eine Erklärung von Meghan: „Die Herzogin ist traurig über diesen jüngsten Angriff auf ihren Charakter, insbesondere als jemand, der selbst das Ziel von Mobbing war und sich dafür einsetzt, diejenigen zu unterstützen, die Schmerzen und Traumata erlebt haben. Sie ist entschlossen, ihre Arbeit zum Aufbau von Barmherzigkeit auf der ganzen Welt fortzusetzen, und wird sich weiterhin bemühen, ein Beispiel dafür zu setzen, was richtig und gut ist.“

Einen Tag später kündigte der Palast eine Prüfung der Vorwürfe an. Man sei „wirklich sehr besorgt über die Anschuldigungen in der Times“, hieß es in einem Statement. Daher werde man die in dem Artikel beschriebenen Umstände prüfen. Eine externe Anwaltskanzlei soll mit den Nachforschungen beauftragt worden sein.

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Herzogin Meghan trifft wieder auf die Royals
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Was für Konsequenzen zieht der königliche Palast?

Die Ergebnisse des Untersuchungsberichts werden angeblich nicht veröffentlicht. Empfehlungen daraus sollen aber in die Richtlinien des Palastes aufgenommen werden, erklärte laut „People“ ein hochrangiger Mitarbeiter der Royals. Alle Mitarbeiter und Mitglieder der königlichen Familie werden über die neuen Verfahren informiert, sagte ein Insider dem Magazin zufolge.

Zu den internen Vorgaben soll nun neu hinzugekommen sein, dass Mitarbeiter ermutigt werden, „Whistleblower“ zu sein, wenn sie Beschwerden über „unangemessene“ Praktiken oder Handlungen erhalten. Es soll dazu eine Richtlinie geben, wie Palastangestellte sich in solchen Fällen mitteilen können. Dabei soll es keine Beschränkungen geben. Dem Insider zufolge gebe es auch Möglichkeiten, Probleme durch unabhängige Berater zu äußern, „falls dies angemessen ist“.

Kritik an der Heimlichtuerei des Palastes

Wie eine hochrangige Quelle aus dem Palast erklärte, sei den Mitarbeitern, die an der Untersuchung mitgewirkt haben, Vertraulichkeit zugesichert worden. Für die Geheimhaltung der Ergebnisse des Berichtes, erntet das britische Königshaus nichtsdestotrotz eine Menge Kritik.

Was die Gesundheit angehe, werde kaum jemand bestreiten, dass die Königin und ihre Familie ein Recht auf Privatsphäre haben. „Aber wenn es um Finanzen, Rassismusvorwürfe und Mobbing geht, dann sollten sie meiner Meinung nach transparenter behandelt werden“, so Joe Little, ein königlicher Kommentator gegenüber dem „Guardian“.

(spot on news/ aet)

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