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Miriam Lange im exklusiven Interview: So war ihr erstes Jahr als Zweifachmama

Miriam Lange im exklusiven Interview: So war ihr erstes Jahr als Zweifachmama
RTL-Moderatorin Miriam Lange: So schafft sie den Spagat zwischen Kindern und Karriere. © Instagram

Moderatorin Miriam Lange über ihr Leben als Doppelmama

Im April 2017 ist RTL-Moderatorin Miriam Lange zum zweiten Mal Mutter geworden. Mit ihren Söhnchen Luis und Lenn ist die 38-Jährige total happy. Doch wie managt die Doppelmama eigentlich ihren Alltag zwischen Kindern und Karriere? Im exklusiven Interview mit vip.de hat Miriam verraten, wie sie ihr erstes Jahr als Mutter von zwei Kindern gemeistert hat.

Zwei Söhne und ein Job

Du hast nun ein Jahr als Doppelmama hinter dir. Wie war das Jahr, wenn du nun zurückblickst?

Das Jahr ist echt im Eiltempo rumgegangen! Und es war eine Achterbahn der Gefühle für unsere Familie, denn kurz nach Lenns Geburt ist leider sehr überraschend mein wundervoller Schwiegervater gestorben. Vor allem für Luis war es schwer zu verstehen, warum sein heiß geliebter Opa plötzlich nicht mehr da ist. Natürlich hat uns Lenn mit seinem sonnigen Gemüt und seiner sehr lustigen Mimik ganz gut abgelenkt.

Wie ist Lenn als Kind?

Lenn ist ein Sonnenschein und Rabauke zugleich. Tagsüber entzückt er alle mit seiner zuckersüßen und schelmischen Art, aber wehe sein großer Bruder nimmt ihm etwas weg oder ärgert ihn, dann schreit er alles kurz und klein vor Wut! Und er hat jetzt schon raus, dass er auch mal als kleine Showeinlage laut werden und so suggerieren kann, dass Luis mal wieder irgendwas gemacht hat, aber ich Lenn auch schon erwischt habe, dass gar nichts war und ich Luis des Öfteren zu Unrecht 'bestraft' habe. Zudem kann Lenn auch immer noch die Nächte zum Tag machen, weil er während des Schlafens ja was verpassen könnte.

Zwei Söhne und ein Job: Wie bekommt man das unter einen Hut?

Also ich fühle mich sehr privilegiert, einen so familienfreundlichen Arbeitgeber wie RTL zu haben. Ich habe die wunderbare Möglichkeit für Explosiv und Punkt 12 zu moderieren und neuerdings auch mal als Reisereporterin unterwegs zu sein, ohne dass ich mich zu Hause zerreißen muss.

Wie verstehen sich deine Söhne?

Grundsätzlich gehen die beiden ganz süß miteinander um. Sie sind aber aus einem Holz geschnitzt und sehr temperamentvoll, daher geraten sie schon auch mal öfter aneinander. Aber Luis passt in wirklich brenzligen Situationen (Treppe, Steckdose etc.) immer ganz vorbildlich auf den Kleinen auf.

Wie ist dein Tagesablauf wenn du arbeitest? Wie oft arbeitest du im Monat?

Da ich bis jetzt noch in Elternzeit war, habe ich nur wenige Tage im Monat moderiert. Aber ab April wird es wieder mehr. Nach Ostern moderiere ich eine Woche Punkt 12, ein paar Tage Explosiv und werde demnächst auch mal wieder öfter als Reporterin drehen. Darauf freue ich mich.


Miriam Lange: "Arbeiten wird zu einer täglichen Lebensplanung"

Hattest du vor der Geburt deiner Söhne eine Ahnung davon, wie anstrengend das Leben mit zwei Kindern und einem Job ist?

Nö! Null! Klar habe ich immer von allen gehört, mit zwei Kindern ändert sich alles noch einmal viel mehr, als mit einem. Als Lenn die ersten Wochen auf der Welt war und noch viel geschlafen hatte, dachte ich: "Och, läuft doch. Gar nicht so schlimm, wie viele sagen." Aber nach circa drei Monaten entschied sich Lenn, generell nur noch wenig schlafen zu wollen und dafür Vollgas zu geben mit erst robben, dann krabbeln, hochziehen, am Lauflernwagen laufen etc., dass ich doch sagen kann: "Ja, mit zwei Kids ist es deutlich anstrengender, als mit einem!" Und Arbeiten wird zu einer täglichen Lebensplanung (Babysitter organisiert? Eingekauft? Essen vorbereitet? Genug Windeln da? Klamotten rausgelegt? Genug Fläschchen sauber? Und Schnuller?) und besonders lustig wird es, wenn eins der Kinder krank wird.

Bekommen arbeitende Mütter deiner Meinung nach genug Anerkennung?

Ich für mich und meine Situation kann schon Ja sagen. Aber wenn ich mich mal mit anderen Mamas unterhalte, spüre ich oft, wie sehr sie teilweise unter Druck stehen, wieder in dem Umfang in den Job zurück zu kehren, um weiterhin die selbe Anerkennung zu bekommen, wie vor dem Kind. Das ist für viele sicherlich eine Zerreißprobe und da muss sich meiner Meinung nach noch einiges tun!

Viele Frauen bekommen vor allem von ihrem Partner nicht genug Anerkennung für die Doppelbelastung. Wie ist das bei euch so?

Da kann ich jeder Frau nur raten, lasst mal euren Mann nur einen, ach es reicht auch schon einen halben Tag mit den Kids alleine. Ganz schnell kommt da die Erkenntnis, was man jeden Tag so leistet! Zum Glück ist mein Mann da sehr anerkennend und versucht nach der Arbeit auch immer schnell nach Hause zu kommen, um mich zu unterstützen.

Der Trend geht zu drei oder sogar vier Kindern... Wie sieht's aus?

Wie lustig, dass man bei einem Kind immer gefragt wird, ob es wohl noch ein Geschwisterchen geben wird. Und kaum ist das da, wird man nach einem dritten Kind gefragt. Ich gehe aber sehr stark davon aus, dass wir so jetzt komplett sind.