Todesmeldung bestürzt das Land

Mirco Nontschew (†52): Wer war der Mensch hinter dem Comedian?

Bildnummer: 56910019  Datum: 12.06.2001  Copyright: imago/teutopressMirco Nontschew (Kabarettist) 06/01 her Mann Kabarett Komik Comedy Schauspiel TV Fernsehen Musik Pop dunkelhaarig kurzhaarig Gel leger Hemd gemustert sitzend Hocker neben vor Wand he
Lustig wird Mirco Nontschew in den Köpfen der Menschen bleiben. © imago stock&people, imago

Mirco Nontschew stirbt mit nur 52 Jahren

Mirco Nontschew stirbt mit nur 52 Jahren. Nun müssen Freunde, Kollegen und Weggefährten Abschied von Mirco Nontschew nehmen. „RTL Samstag Nacht“, „LOL – Last One Laughing“ oder „Willkommen bei Mario Barth“ - in zahlreichen TV-Shows hat der Komiker für lachende Gesichter und Frohsinn gesorgt und hat es mit seiner unverwechselbaren Art in die Herzen vieler Menschen geschafft. Da die Todesursache unklar ist, hat die Berliner Polizei inzwischen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Doch wer war eigentlich der Mensch hinter dem witzigen Comedian?

Mirco Nontschew war in TV, Kino und Musik erfolgreich

Viele Erfolge hat der Berliner im Laufe seiner Karriere, die 1993 bei „RTL Samstag Nacht“ begann, eingefahren: 1994 gab es einen Bambi, im selben Jahr den Bayerischen Fernsehpreis. 1995 sahnte er die österreichische Goldene Romy ab. 2005 bekam er sogar den Deutschen Comedypreis.

Im Jahr 2001 brachte er mit „Mircomania“ seine eigene, 13-teilige Comedy-Show an den Start. Es folgten unter anderem Engagements bei „Frei Schnauze“ (2005-2008) und „Die dreisten Drei“ (2011-2012). Von 2013 bis 2017 arbeitete Nontschew mit Comedy-Kollege Mario Barth in dessen gleichnamiger Show zusammen. Und sogar im Kino sah man ihn öfter: Als Zwerg Tschakko in „7 Zwerge - Männer allein im Wald“ sowie „7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug“ unter anderem an der Seite von Otto Waalkes. Neben TV und Kino war er auch Synchronsprecher für verschiedene Formate. Zuletzt begeisterte er bei „LOL – Last One Laughing“, ist sogar in der nächsten Staffel dabei.

Im Video: Seine Kollegen nehmen Abschied

Promis trauern um Mirco Nontschew
01:42 Min

Promis trauern um Mirco Nontschew

Er vermisste die Anonymität

Nontschew war besonders bekannt für seine Fähigkeit, unterschiedlichste Geräusche und Töne nahezu perfekt nachmachen zu können. Seine ausdrucksstarke, oftmals ulkige Mimik und seine sehr gestenreiche Kommunikation machten ihn zudem unverwechselbar.

2010 erzählte der Komiker der Deutschen Presse-Agentur, er habe sich in den 90ern erst daran gewöhnen müssen, auf der Straße erkannt zu werden. „Das war damals wirklich neu für mich und manchmal sehr anstrengend. Diese Anonymität, die mir verloren gegangen ist, hätte ich gerne manchmal wieder“, so Nontschew damals.

Mirco hielt seinen Kreis enger Freunde bewusst klein

Klar ist: Obwohl Mirco im Rampenlicht stand, ist über sein Privatleben wenig bekannt. War er zuletzt alleine? Trotz vieler Weggefährten schien er seinen engsten Kreis eher klein zu halten. In einem Interview mit der deutschen Presseagentur verriet er, von den Internetmöglichkeiten in Sachen Freundschaft nicht viel zu halten. Er „gehöre zu der Generation, die gerne mal Leute anruft oder trifft“, betonte er damals. „Ich habe auch nicht 20.000 Freunde, sondern ich habe drei. Und das reicht mir auch.“ (rla)