Milena Tscharntke: Rollen müssen mir Angst machen

Milena Tscharntke: Rollen müssen mir Angst machen
Milena Tscharntke ist gerne unbequem © Annegret Hilse / SVEN SIMON/picture-alliance/Cover Images, WENN

Schauspielerin Milena Tscharntke fühlt sich von Herausforderungen im Beruf angezogen. Den gemütlichen Weg will sie nie einschlagen.

Milena Tscharntke steht für sich ein

Doch wie muss eine Rolle konzipiert sein, damit Milena überhaupt in Betracht zieht, sie zu spielen? Im Gespräch mit der Zeitschrift 'Emotion' erklärt die talentierte Darstellerin, stets mutig sein zu wollen: "Deswegen interessieren mich Rollen, vor denen ich im ersten Moment Angst habe - auf gute Art, Respekt also. Ich hoffe, dass ich mich immer für die Herausforderung statt für den gemütlichen Weg entscheiden werde." Das sei nicht immer so gewesen, denn als Kind sei sie schüchtern gewesen, habe nicht für sich einstehen können. Doch mittlerweile habe sie begriffen, dass man nicht bekämme, was man wolle, wenn man es nicht sage: "Seit ich 15 bin, stehe ich auf eigenen Beinen und finanziere mich selbst."

Mit gutem Beispiel vorangehen

Doch natürlich gehe es Milena Tscharntke nicht nur um sich und ihre ganz eigenen, persönlichen und privaten Interessen, sondern damit einhergehend auch um das Wohl ihrer Mitmenschen, der Umwelt, des Planeten. Der Klimawandel etwa bereite ihr große Sorgen, wie sie erklärt: "Meine größte Angst ist, dass die Klimaerwärmung an einen Punkt kommt, an dem sie nicht mehr umkehrbar ist. Ich habe das Gefühl, dass man als Individuum gar nicht so viel machen kann - aber ich versuche, meinen Teil dazu beizutragen, dass die Welt nicht untergeht. Ich shoppe nicht viel und immer gebraucht. Ich kaufe im Unverpackt-Laden ein, bin seit Kurzem Vegetarierin. Ich versuche Plastikflaschen zu vermeiden, schleppe Glasflaschen hoch in den vierten Stock. Aber ich laufe nicht mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend."

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