Michael Jackson: Zuschauer sind schockiert von neuer Doku "Leaving Neverland"

Michael Jackson: Neue Doku sorgt für einen Aufschrei
Michael Jackson: Die Anwälte seines Nachlasses finden deutliche Worte © Joe Seer / Shutterstock.com, SpotOn

Es geht erneut um alte Missbrauchsvorwürfe gegen den King of Pop

Vor vielen Jahren scheiterte der Missbrauchs-Prozess vor Gericht gegen Popstar Michael Jackson (1958-2009). Jetzt, zehn Jahre nach seinem Tod, sprechen zwei mutmaßliche Opfer in einer neuen Dokumentation "Leaving Neverland" über die Qualen, die sie als Kinder erleben mussten. Erste Zuschauer der Doku zeigten sich nun äußerst schockiert.

Heftige Reaktionen auf die Dokumentation

Laut "People" gab es auf dem Sundance Film Festival heftige Reaktionen auf die "verstörenden" Anschuldigungen von James Safechuck (40) und Wade Robson (36), die darin offenbar behaupteten, dass sie in den Achtzigern jahrelang Jacksons unangemessenes Verhalten und seine Manipulationen erdulden hätten müssen. Bei Twitter erklärte ein Journalist demnach, der Inhalt des Films sei "verstörender als man es sich vorstellen könne".

Andere Filmkritiker, die bei der Premiere dabei waren, zitiert "People" mit den Worten "schockierend, traurig, beunruhigend und verheerend". Neben Michael Jacksons Nachlassverwaltern beeilten sich auch die Fans des Popstars, diesen zu verteidigen. Es gebe "keine Beweise", die Leute "haben nie versucht, Michael zu verstehen und zu sehen, wer er wirklich war", heißt es unter anderem in den sozialen Medien.

Jacksons Nachlassverwalter verurteilt die Doku

Jacksons Nachlassverwalter haben die neue Dokumentation über den Musiker, "Leaving Neverland", nach deren Premiere am Freitag beim amerikanischen "Sundance Festival" scharf verurteilt. Laut "The Hollywood Reporter" nannten sie das Werk einen Anschlag nach Art der Boulevardpresse. Das hätte Michael Jackson schon erdulden müssen, als er noch lebte, und jetzt auch noch nach seinem Tod.

Dem Statement zufolge hätten die beiden Männer, die in dem Film Anschuldigungen erheben, einen Meineid geleistet. Damit beziehen sich die Anwälte offenbar auf frühere Aussagen der Männer unter Eid: Sie hatten angegeben, dass Jackson sie nicht missbraucht hatte. Die beiden erhoben ihre Vorwürfe angeblich erst nach Jacksons Tod.

Die Geschichten der beiden bilden die Grundlage für "Leaving Neverland", eine vierstündige Dokumentation, die nach der Premiere beim Sundance Film Festival dem Bericht zufolge "düstere Standing Ovations" bekam. Die Nachlassverwaltung von Jackson werfen Regisseur Don Reed (55) vor, er habe sich zu sehr auf die beiden Männer konzentriert und andere ignoriert, die viel Zeit mit Jackson verbracht hätten, und erklärten, "er habe Kinder mit Respekt behandelt und ihnen nichts getan".

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"Der Film nimmt unbestätigte Anschuldigungen auf und behandelt sie als Tatsache"

Wade Robson, ein Choreograph, der schon mit Britney Spears und anderen bekannten Künstlern gearbeitet hat, sagte während des Prozesses von 2005 für Jacksons Verteidigung aus. Der Prozess endete damals mit einem Freispruch für den Popstar. "Der Film nimmt unbestätigte Anschuldigungen auf, die 20 Jahre alt sind, und behandelt sie als Tatsache", so das Statement von Jacksons Team zu dem Film.