Hollywood Blog by Jessica Mazur

Met Gala 2017: Das sind die knallharten Regeln von Anna Wintour

Anna Wintour
'Vogue'-Chefin Anna Wintour lädt zur Met Gala ein. © 2017 Getty Images, John Lamparski

New York feiert 'Fashion's Biggest Night Out'

Wenn sich Rihanna, J.Lo, Madonna und Kendall Jenner gegenseitig auf die Avantgarde-Roben treten, dann kann das nur eines bedeuten: Anna Wintour hat zur Met Gala eingeladen...

Mit Anna Wintour sollte man sich besser nicht anlegen

Am 1. Mai war Hollywood ausnahmsweise mal promifreie Zone. Warum? Weil sich alle A-Lister geschlossen auf den Weg nach New York City gemacht hatten, wo gestern das 'Metropolitan Museum of Art Costume Institute'-Benefiz stattfand. Besser bekannt als Met Gala. Eine Veranstaltung, die die US-Medien gerne mit Superlativen wie 'Party of the Year', 'The Superbowl of Social Events', 'Fashion's Biggest Night Out' oder auch 'The Oscars of the East Coast' belegen.

Zu Recht, denn der Hype, der die Met Gala seit einigen Jahren umgibt, kann inzwischen locker mit dem ganzen Tamtam um die Oscars mithalten. So übertrug das US-Fernsehen in diesem Jahr zusätzlich zu den ganzen Online-Streams im Netz ganze zwei Stunden live vom roten Teppich in New York, damit die Mode-Experten die opulenten und ausgefallenen Kleider der Promi-Damen in Echtzeit unter die Lupe nehmen konnten.

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Met Gala und Oscars ist aber natürlich auch die Frage: Wie komme ich nur an ein Ticket? In beiden Fällen lautet die Antwort nämlich: Vermutlich gar nicht. Während man bei den Oscars nominiert werden muss, sind die Tickets für die Met Gala zwar käuflich, aber längst nicht für jeden. Denn selbst wenn man sich die 30.000 bis 50.000 Dollar für eine(!) Eintrittskarte leisten könnte, heißt das noch lange nicht, dass man auch darf. Schließlich hütet 'Vogue'-Chefin Anna Wintour jedes einzelne der circa 600 Tickets wie ihren Augapfel. Selbst große Design-Häuser und Sponsoren, die ganze Tische für die Gala erwerben, lässt Anna wissen, welche Prominenten sie einzuladen haben. Oder um es mit den Worten von 'PageSix.com' zu sagen: "It's Annas Party and she'll invite whom she wants to." Punkt. 

Met Gala: Tickets gibt es ab 30.000 Dollar

Kam  fast nackt zur Met Gala: Kendall Jenner
Kam fast nackt zur Met Gala: Kendall Jenner © Getty Images

Wer es auf die Liste geschafft hat, auf den warten dann gleich weitere Regeln, an die es sich zu halten gilt. Zum einen gilt es natürlich, das Motto der Gala zu beachten und sich dementsprechend zu kleiden (In diesem Jahr lautete dieses 'Rei Kawakubo/Comme des Garçons'). Zum anderen gilt es aber auch vor allem Annas "Arrival List" nicht durcheinander zu bringen. Denn Wintour plant nicht nur wer rein darf, sondern auch wann. Damit sich die A-Lister nicht das Spotlight stehlen, erhält nämlich jeder Promi seine genaue Ankunftszeit am Carpet. Diese ist zwar kein absolutes Muss, aber jeder weiß: Wer sich darüber hinweg setzt und nicht gerade Beyoncé heißt, hat ziemlich schlechte Karten, noch einmal eingeladen zu werden.  


Gwyneth Paltrow feiert ihr Met-Comeback

In diesem Jahr schien deshalb auch alles mal wieder nach Wintour-Plan zu laufen. Es war zwar voll auf den berühmten Treppenstufen des Museums, aber die 'biggest big names' trudelten alle brav nacheinander ein. Instagram-Stars wie Kendall Jenner und Selena Gomez, Topmodel Gisèle Bündchen und Tom Brady, Rihanna, Lily-Rose Depp, Halle Berry, Jennifer Lopez mit Alex Rodriguez, Céline Dion, Madonna... Selbst Gwyneth Paltrow, die vor Jahren ankündigte, die Gala wäre ihr zu überfüllt und langweilig, feierte dort ihr Red-Carpet-Comeback...

"The first Monday in May" war also mal wieder ein Riesen-Spektakel, das sich allerdings auch immer wieder lohnt. Der alljährliche Erlös der Gala, der an das 'Costume Institute' geht, liegt nämlich in der Regel bei über zehn Millionen Dollar.

Nicht schlecht. Oder anders gesagt: It is Anna's Party... and she knows how to throw it!

Jessica Mazur