Die Veranstalter tragen Nazi-Tattoos
Das Video wurde im August aufgenommen. Darauf sieht man wie Melanie Müller bei einem Boxkampf des Kampfsportzirkels „Frontière – Respect of the Streets" in Leipzig dabei ist. Laut dem „Spiegel“ soll der Veranstalter enge Verbindungen in die Neonazi-, Hooligan- und Rockerszene haben.
Einer der Gründer hat einen NS-Adler und die Worte „Deutscher Kämpfer“ tätowiert. Ein Hauptsponsor ließ sich, laut „Spiegel“ eine schwarze Sonne stechen, ein Symbol der SS, das von Neonazis häufig als Ersatzsymbol für das verbotene Hakenkreuz verwendet wird. Und Melanie Müller mittendrin.
Einladung zu Charity-Event?
Gegenüber dem „Spiegel“ begründete Müller ihre Teilnahme am Event damit, dass sie „begeisterter Box-Fan“ und „dorthin eingeladen“ worden sei. Die Veranstaltung sei ihr und ihrem Management „als Charity-Veranstaltung verkauft“ worden. Von Verbindungen in die Nazi-, Hooligan- und Rockerszene wisse sie nichts.
Veranstalter Frontière wiederum erklärte, Müller sei spontan gekommen. Es habe keine Einladung gegeben. Und ursprünglich sei zwar geplant gewesen, mit dem Event einen Verein für trauernde Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Bei der Organisation und der Umsetzung habe es aber „Probleme gegeben“, sodass das Event ohne Eintrittsgeld stattgefunden habe.
Im Video: Wie tief steckt Melanie Müller in der rechten Szene?
Jetzt spricht sie zur Razzia - und schießt wieder daneben
Ermittlungen gegen Melanie Müller laufen
Gegen Müller wird derzeit ermittelt. Hintergrund: Mitte September war ein weiteres Video aufgetaucht. Auf dem ist zu sehen, wie die Schlagersängerin auf der Bühne steht, umringt von Hooligans, die radikale Parolen rufen. Dann schnellt ihr rechter Arm mehrmals hintereinander in die Höhe. Laut Müller war dies keine rechte Geste, sondern ein Bewegung die sich häufig auf ihren Konzerten mache, um das Publikum anzuheizen. (mri)