Matt Damon löst mit Kommentaren zu sexueller Belästigung in Hollywood heftigen Shitstorm aus

Matt Damon löst mit Kommentaren zu sexueller Belästigung in Hollywood heftigen Shitstorm aus
Es gebe einen Unterschied zwischen einem Po-Klaps und einer Vergewaltigung, sagt Matt Damon. © 2017 Getty Images, Kevin Winter

Matt Damon redet sich um Kopf und Kragen

Matt Damon steht in den sozialen Medien momentan heftig unter Beschuss. In einem Interview mit 'ABC News' äußerte sich der Hollywood-Star ausgesprochen unsensibel zum Thema sexuelle Belästigung und den aktuellen Weinstein-Skandal. Der 47-Jährige drängt darauf, dass man nicht alle Männer, die wegen sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden, in einen Topf werfen sollte, da es "ein Spektrum an Verhaltensweisen gebe."

Matt Damon setzt sein gutes Image aufs Spiel

"Es gibt einen Unterschied zwischen einem Po-Klaps, einer Vergewaltigung oder einem Kindesmissbrauch, richtig?", äußerte sich der Schauspieler im Gespräch mit Moderator Peter Travers. "Beide Verhaltensweisen müssen ohne Frage konfrontiert und bekämpft werden, aber sie sollten nicht vermischt werden." Genau diese Aussagen bescherten dem Vierfach-Vater kurze Zeit später eine wutentbrannte Hatespeech und die kam nicht nur von der Internet-Community.

"Oh Gott, ernsthaft?"

Auch Schauspiel-Kolleginnen schalteten sich ein, um den Oscar-Preisträger in seine Schranken zu weisen. 'Good Will Hunting'-Co-Star und Ex-Freundin Minnie Driver konnte nicht fassen, was sie da hören musste und brachte nicht mehr als ein: "Oh Gott, ernsthaft?" heraus. Auch Alyssa Milano nutzte Twitter, um ihrem Ärger Luft zu machen: "Ich war ein Opfer jeder Form des sexuellen Belästigung-Spektrums, von dem du sprichst. Sie alle haben wehgetan", schrieb Milano, die im Oktober die #MeToo-Bewegung entfacht hatte. Mit einem Vergleich versucht die 45-Jährige Damon zu verdeutlichen, dass seine Argumentation Teil des Problems in Hollywood sei. "Es gibt verschiedene Arten von Krebs. Manche kann man besser heilen als andere. Aber es ist immer noch Krebs", schrieb sie.

Doch mit seinem Vorschlag zur Kategorisierung von sexuellem Fehlverhalten nicht genug. Matt Damon ging sogar noch einen Schritt weiter und hob jene Männer hervor, mit denen er in der Unterhaltungsbranche gearbeitet habe und die so etwas nicht tun. Für viele Social-Media-Nutzer war das die Spitze des Eisbergs: "Entschuldige bitte, dass wir in der Eile vergessen haben, uns bei dir zu bedanken, weil du uns nicht vergewaltigt hast, Matt!" In der jetzigen Situation wäre der eigentliche Saubermann Hollywoods gut beraten, sich nicht weiter zum Thema zu äußern. Sonst kann er sich wohl bald von seinem positiven Image verabschieden.