Marius Müller-Westernhagen will nach Echo-Eklat alle Trophäen zurückgeben

Echo-Eklat: Auch Westernhagen gibt Preise zurück
Echo-Eklat: Auch Westernhagen gibt Preise zurück

Antisemitismus-Schlagzeilen um den Musikpreis Echo

Marius Müller-Westernhagen will nach den Antisemitismus-Schlagzeilen um den Musikpreis Echo alle seine Trophäen zurückgeben. Das kündigte der Musiker auf Facebook an. "Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen. Eine neue Stufe der Verrohung ist erreicht", erklärte er.

Rapper Kollegah und Farid Bang bekamen Echo für ihr Album

Bei der Preisverleihung waren die Rapper Kollegah und Farid Bang für ihr Album 'Jung, Brutal, Gutaussehend 3' ausgezeichnet worden. Es enthält Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm an mit dem Molotow".

Marius Müller-Westernhagen schließt sich Klaus Voormann an

Dass diese Musik beim Echo preiswürdig ist, hat heftige Kritik und eine Debatte um Antisemitismus ausgelöst. "Ich bin nicht der Meinung, dass die mit dem Echo ausgezeichneten Rapper Antisemiten sind. Sie sind einfach erschreckend ignorant", schreibt Marius Müller-Westernhagen. "Ich schließe mich meinem geschätzten Freund und Kollegen Klaus Voormann an und werde alle meine Echos zurückgeben. Das schafft Platz bei mir zu Hause und in meinem Herzen."

Musiker Klaus Voormann hatte am Montag aus demselben Grund angekündigt, seinen Echo zurückzugeben.