Juristischer Teil-Sieg

Luke Mockridge: Gericht gibt ihm im Streit um Spiegel-Artikel erneut recht

Luke Mockridge soll sich in einer Nervenklinik befinden
Luke Mockridge © RTL

Der Spiegel-Enthüllungsartikel im Fall Luke Mockridge (32) wird immer kürzer. Nach Veröffentlichung des Artikels ging der Comedian mit seinem Anwaltsteam rechtlich dagegen vor. Deshalb wurden bereits im November und Dezember Passagen rausgenommen bzw. angepasst. Mockridge, dem von seiner Ex-Freundin Ines Anioli und einer Reihe weiterer Frauen Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, konnte ebenfalls bewirken, dass über die „Kernvorwürfe“ Aniolis nicht mehr berichtet wird. Nun kann der in Ungnade gefallene Komiker den nächsten Teil-Sieg vor Gericht für sich behaupten, wie das Online-Magazin DWDL berichtet.

Schilderungen zwei weiterer Frauen = „unwahre Tatsachenbehauptungen“

Im Dezember wurden nur einige Teile des Artikels angemahnt – viele habe das Hanseatische Landesgericht aber durchgewunken. Ein Beschluss, den Luke und sein Anwalt nicht hinnehmen wollten, weshalb sie weiter gegen das Urteil vorgingen. Mit Erfolg. Nun hat das Landgericht weitere Passagen im Text verboten. Die besagten Abschnitte werden nicht konkret genannt, lediglich, dass es um Schilderungen zwei weiterer Frauen gegen Mockridge ginge. Im Artikel wurden weitere, vermeintliche „Übergriffigkeiten“ beschrieben. Das Gericht stufte diese Beschreibungen nun als „unwahre Tatsachenbehauptungen“ ein.

Luke Mockridges Freundin Joyce Ilg nimmt ihn in Schutz

"Wir haben es hier nicht mit einem Monster zu tun"
02:42 Min

"Wir haben es hier nicht mit einem Monster zu tun"

Weitere "Kernpunkte im Artikel" untersagt

Gegenüber DWDL äußert sich Mockridges Anwalt Simon Bergmann folgendermaßen zum Urteil: „Mit dem jüngsten Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 13.01.2022 wurden dem ‘Spiegel’ ergänzend zu den bereits erwirkten einstweiligen Verfügungen des Landgerichts Köln und des Landgerichts Hamburg die Kernpunkte des Artikels '#METOO - Der Fall Luke Mockridge' untersagt." Doch für den Juristen und seinen Mandanten scheint der Kampf gegen die Spiegel-Berichterstattung noch nicht vorbei zu sein. Bergmann kündigt an, „Schadensersatz und Schmerzensgeld“ fordern zu wollen, weil es sich bei der Berichterstattung um eine „derart schwerwiegende“ Persönlichkeitsverletzung handele. (lkr)