Kronprinzessin Mette-Marit: Jetzt spricht sie über ihren Zusammenbruch

Prinzessin Mette-Marit musste sich für einige Tage komplett zurückziehen
Prinzessin Mette-Marit musste sich für einige Tage komplett zurückziehen © 2017 Getty Images, Nigel Waldron

Sie leidet unter ständigem Schwindel

Ende November musste die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (44) aus gesundheitlichen Gründen plötzlich einen Termin absagen. Jetzt hat sie zum ersten Mal über den Zusammenbruch und ihre Schwindelerkrankung gesprochen. 

Mette-Marit: "Es war sehr unangenehm"

In einem Interview mit dem norwegischen Sender P3 erklärte sie, sie sei in einem Meeting gewesen, als sie merkte, dass etwas nicht stimmte. "Ich hatte eine Besprechung mit Haakon, meinen Schwiegereltern und Mitgliedern unseres Leitungsteams, ich drehte schnell den Kopf, und da war es, als ob sich alles um mich drehen würde. Es war sehr unangenehm", zitiert die norwegische Boulevardzeitung 'Dagbladet' die Kronprinzessin. Demnach habe sie vier Stunden geschlafen und sogar geglaubt, sie sei frühzeitig in die Wechseljahre gekommen. Ein Besuch beim Arzt brachte dann Klarheit: sie leidet unter der Kristallkrankheit.

Direkt nach ihrem Zusammenbruch musste die Frau von Kronprinz Haakon alle kommenden Termine absagen. Ehemann Haakon erzählte dem norwegischen TV-Sender NRK: "Die Kristallkrankheit der Kronprinzessin ist vermutlich leicht zu behandeln, deshalb braucht sie nur ein paar Tage Erholung."

Kronprinzessin Mette-Marit leidet an Schwindel
01:43 Min Kronprinzessin Mette-Marit leidet an Schwindel

Lagerungsschwindel ist harmlos aber unangenehm

Jeder Dritte hat mindestens einmal im Leben Probleme mit Schwindelattacken. Die Krankheit - in der Fachsprache benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS) genannt - gilt als harmlos, ist aber für Betroffene sehr unangenehm. "Da durch bestimmte Bewegungen Schwindel ausgelöst wird, ist es für denjenigen erstmal beängstigend und für das alltägliche Leben auch nicht besonders förderlich", erklärt HNO-Ärztin Dr. Katja Mühlbauer. Ohrensteine registrieren die Bewegung des menschlichen Körpers im Raum. Lösen sich diese, können die Ohrensteine in die Bodengänge des Gleichgewichtsorgans hineinrutschen.

Die Folge: die Gleichgewichtsorgane werden gereizt und es steht ein intensives Schwindelgefühl. Nach wenigen Sekunden verschwindet der Schwindel ganz von allein, wenn die Teilchen im Bodengang wieder zum Stillstand gekommen sind. Plötzliche Kopfbewegungen, das Aufstehen aus einer liegenden Position am Morgen oder ein Bücken sind häufige Auslöser für den Schwindel.

Wie der Lagerungsschwindel behandelt werden kann, erfahren Sie im Video.