Krebs- und HIV-Diagnose gleichzeitig: Georg Uecker über seine schwersten Stunden

Georg Uecker
Georg Uecker bekam vor 25 Jahren eine Krebsdiagnose © 2015 Getty Images, Andreas Rentz

Diagnose HIV und Krebs

Darüber sprach der Schauspieler Georg Uecker (55) bislang in der Öffentlichkeit noch nie. In seiner kommenden Autobiografie 'Ich mach dann mal weiter', die in Auszügen der 'Bild'-Zeitung bereits vorliegt, erzählt Uecker von seinen schwersten Stunden. Im Frühjahr 1993 bekam er nicht nur die Diagnose HIV, sondern gleichzeitig auch von den Ärzten mitgeteilt, dass er an Krebs erkrankt ist.

"Ich hatte am Körper kein einziges Haar mehr"

"Ich hatte ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Er redete nicht lange um den heißen Brei herum", schreibt Uecker demnach. Morbus Hodgkin habe die Diagnose damals gelautet, ein bösartiger Tumor des Lymphsystems. Im selben Gespräch wurde ihm gesagt, dass er HIV-positiv sei. Anschließend wurde Uecker einer Chemotherapie unterzogen, die auch bei ihm die typischen Nebenwirkungen gezeigt haben.

"Ich war aufgequollen, hatte am Körper kein einziges Haar mehr, selbst die Augenbrauen waren ausgefallen", so der 'Lindenstraße'-Star. Am Anfang habe er büschelweise Haare in der Hand gehabt, wenn er sich nur über den Kopf fuhr. Nach der Haar-Ausfall-Phase sei die Würge-Phase gekommen. Fünf Jahre später habe er den Krebs besiegt: "Ich bin jetzt seit 25 Jahren krebsfrei", erzählt Uecker.

Seine HIV-Erkrankung machte er erst im Jahr 2016 öffentlich. Damals ließ er über sein Management verlauten, dass er nie Lust oder das Bedürfnis hatte, sich öffentlich erklären zu müssen. Schon gar nicht in einer Zeit, in der absurde Gerüchte, Halbwahrheiten und Lügen ein Maß angenommen hätten, bei dem er nur noch reagieren und dementieren könnte. Vor zwei Jahren sei aber der richtige Zeitpunkt für ein Coming-out gekommen.

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