Kontroverses T-Shirt: Chris Pratt löst Shitstorm aus

Hat Chris Pratt ein Rassismus-Problem? Darüber diskutiert gerade die Twitter-Welt.
Hat Chris Pratt ein Rassismus-Problem? Darüber diskutiert gerade die Twitter-Welt. © picture alliance

Chris Pratt: "Tritt nicht auf mich"

Was auf den ersten Blick wie ein harmloser Schnappschuss von Chris Pratt (40) und Katherine Schwarzenegger (29) ausschaut, mischt momentan Social Medium Twitter ordentlich auf. Denn als Chris Pratt an einem sonnigen Tag mit seiner Ehefrau spazieren geht, trägt er ein ganz besonderes T-Shirt. Auf den ersten Blick erkennt man lediglich die amerikanische Flagge auf dunklem Hintergrund und übersieht das Detail, dass Pratt-Fans in Unruhe versetzt: Auf der Flagge ist eine aufgerichtete Klapperschlange abgebildet und unter dem Motiv ist ein Satz aufgedruckt: "Tritt nicht auf mich."

Warum ein Design von 1775 die Online-Welt in Empörung versetzt

Der amerikanische General Christopher Gadsden designte das Symbol vor 244 Jahren, anschließend wurde die Flagge mit der Schlange und dem Leitspruch nach ihm benannt: "Gadsden Flag". Sie stammt aus der Zeit der Amerikanischen Revolution und repräsentiert die amerikanischen Werte Unabhängigkeit und Freiheit. Wo liegt also das Problem, wenn Chris dieses Symbol auf seiner Brust trägt?

Seit 1775 wurde die Fahne von alternativen Gruppen zweckentfremdet, unter anderem von Neonazis. In einem Artikel stellte "Yahoo" deswegen die Frage, ob Chris Pratt Verfechter einer rassistischen Ideologie sei. Der Vorwurf: Chris würde glauben, dass weißen Menschen eine Vormachtstellung gegenüber anderen Ethnien zusteht („White Supremacy“). Daraufhin explodierte die Twitter-Gemeinschaft: "Leute finden erst jetzt heraus, dass Chris Pratt schon immer ein Problem war" und "Ich mochte ihn noch nie", heißt es nach dem T-Shirt-Fail.

Der Schauspieler wird sich sicherlich darüber freuen, dass diese Vorwürfe unter den Kommentaren untergehen, die den Darsteller verteidigen. So schreiben viele User auf Twitter, dass Chris lediglich patriotisch, nicht aber rassistisch sei: "Nicht jedes Symbol der frühen Verfassung ist ein 'White Supremacist'-Symbol", schreibt zum Beispiel der Autor und politische Kommentator Ben Shapiro.

Was außerdem dafür spricht, dass Chris das T-Shirt nicht als Outing für rassistischen Ansichten trägt, ist die Tatsache, dass die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft das Symbol ebenfalls verwendet. Vielleicht ist der Schauspieler an diesem Tag also einfach nur besonders stolz auf sein Land gewesen - für Amerikaner eigentlich nicht weiter ungewöhnlich.