Kollegah und Farid Bang: Nachdenklicher Besuch der KZ-Gedenkstätte in Auschwitz-Birkenau

Nach Echo-Skandal um antisemitische Texte

Gutes Zeichen! Die beiden Gangster-Rapper Kollegah (33) und Farid Bang (32) haben laut Medienberichten die KZ-Gedenkstätte in Auschwitz-Birkenau besucht. Damit sind sie der Einladung des Internationalen Auschwitz Komitees gefolgt, das den Musikern den Besuch vorgeschlagen hatte.

Geste an junge Fans

Christoph Heubner, Vizepräsident des Komitees, begleitete Kollegah und Farid Bang. Er sagte, dass der Besuch der Rapper für die Auschwitz-Überlebenden eine Genugtuung und auch eine Geste an ihre jungen Fans sei, dass Hass, Menschenverachtung und Antisemitismus in keiner Kunst einen Platz haben sollten. Wie es weiter heißt, legten die Rapper an der berüchtigten "Todeswand" am Block 11 zu Ehren der Ermordeten Blumen nieder.

Der Besuch der beiden sei bewusst als privater nichtöffentlicher Besuch vereinbart worden. Wie es seitens Heubners heißt, hätten Kollegah und Farid Bang "nachdenklich, betroffen und voller Fragen" die KZ-Gedenkstätte verlassen.

Was steckt hinter dem Besuch?

Im April gerieten die Rapper in die Kritik, weil sie trotz antisemitischer Texte für den Echo nominiert wurden und diesen am Ende sogar gewannen. Die Auszeichnung führte zu großen Protesten innerhalb der Musikszene, die letztlich sogar zur Abschaffung des Musikpreises führten. In einem Song von Kollegah und Farid Bang heißt es unter anderem "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen". Vielleicht denken die beiden Rapper nach ihrem Besuch in der KZ-Gedenkstätte nun um, und werden künftig auf solch geschmacklose Vergleiche verzichten.

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