Kesha: Ich definiere mich nicht über mein Trauma

Kesha: Ich definiere mich nicht über mein Trauma
Kesha hat ihr Glück gefunden © FayesVision/WENN.com, WENN

Sängerin Kesha hat in den vergangenen Jahren viel durchgemacht. Doch sie will nicht, dass ihre Vergangenheit ihre Zukunft bestimmt.

Kesha (32) hat in den vergangenen Jahren mehr mit ihrer Klage des sexuellen Missbrauchs gegen ihren Musikproduzenten Dr. Luke auf sich aufmerksam gemacht denn mit neuer Musik. Ihr letztes Album, 'Rainbow', war der Situation entsprechend düster. Nun will sie aber nach vorne schauen und im Januar 2020 eine Platte herausbringen, die die Sonne wieder scheinen lässt.

Kesha hat sich das Glücklichsein erlaubt

Kesha brauchte einige Zeit, bis sie sich in der Lage fühlte, 'High Road' zu konzipieren, ihr nächstes Werk, das optimistischer ist als das vorherige. Im Gespräch mit dem 'Rolling Stone' erklärte sie diesbezüglich: "Ich habe Sachen durchgemacht, die wirklich nicht angenehm waren, und wir wissen alle, worüber ich spreche. Ich habe mich erst ein wenig schuldig gefühlt, jetzt Songs zu schreiben, zu denen man tanzen kann, Songs, die Spaß machen, Songs, die man beim Ausgehen und Trinken mit Freunden hört. Dann habe ich verstanden, dass ich nicht für immer unter einer dunklen Wolke leben muss. Niemand sagt mir, ich soll glücklich sein. Ich habe mir mein Glücksgefühl verdient, und es ist in Ordnung, glücklich zu sein. Hoffentlich inspiriert das die Menschen. Ich bin eine Überlebende von Sch**ß, das heißt aber nicht, dass ich mich bis ans Ende meines Lebens darüber definieren muss."

Rappen, wenn es sich richtig anfühlt

Auf ihrem Album wird Kesha nicht nur singen, sondern auch rappen. Auch wenn sich die 32-Jährige nicht primär als Rapperin sieht, habe es ihr Spaß gemacht, eine andere Seite ihres Talents zu nutzen: "Es hat sich nicht richtig angefühlt, auf 'Rainbow' zu rappen. Ich musste wirklich eine ganze Reihe von wichtigen Sachen auf dem Album ansprechen. Ein Teil der Freude, von der ich damals dachte, sie nicht verdient zu haben, hatte mit Rappen zu tun. Ich habe mich nie wohl dabei gefühlt, wenn Menschen mich als Rapperin bezeichnen. Ich muss dann immer lachen. Aber es ist ein Teil davon, meine Lebensfreude wiederzufinden war, ein bisschen Spaß zu haben." Und wenn Kesha Spaß beim Rappen hat, soll sie es auch tun.

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