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Katze „Lil BUB“ ist tot!

Social-Media-Katze Lil BUB
Die Katze Lil Bub. Zwei seltene genetische Veränderungen lassen die von Millionen Internetnutzern bestaunte Katze Lil BUB besonders putzig aussehen. Foto: Mike Bridavsky/lilbub.com © deutsche presse agentur

2,4 Millionen folgten der Katze auf Instagram

Nach Grumpy Cat verliert die Internet-Gemeinde einen weiteren großen Katzen-Star: "Lil BUB", eine kleine Katze mit zwei verschiedenen Gendefekten und stets heraushängender Zunge, ist nach langer Krankheit gestorben. Über 2,4 Millionen Instagram-Follower trauern nun um das Tierchen.

Herrchen fand Lil BUB 2011 in einem Schuppen

„BUB war voll Freude und Liebe, als sie Samstagnacht mit uns im Bett lag. In der Nacht ist sie dann unerwartet, aber friedlich eingeschlafen“, schreibt ihr Herrchen Mike Bridavsky unter dem Post. Tausende Menschen drücken darunter ihr Beileid aus.

„Lil BUB“ wurde acht Jahre alt und starb vermutlich an eine Knocheninfektion, einer Folge ihrer Gendefekte. Ihr Herrchen hatte die Katze 2011 als Baby in einem Schuppen im ländlichen Indiana (USA) gefunden. 

Kätzchen litt an verschiedenen Gendefekten

Lil BUB war durch ihr ungewöhnliches Aussehen und die immer heraushängende Zunge bekanntgeworden. 

Anfang des Jahres hatten Forscher des Berliner Max-Delbrück-Centrums, des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Universität Pennsylvania (USA) Lil BUBs Erbgut untersucht. Demnach sei eine Gen-Veränderung für die Entwicklung des zusätzlichen sechsten Zehs an ihren Pfoten (Polydaktylie) verantwortlich, die andere für die Knochenerkrankung (Osteopetrose), aus der auch die geringe Größe und kurze Schnauze des Katzenfräuleins resultiert.

Die Entschlüsselung von Lil BUBs Erbgut hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Die Mutationen zu identifizieren, die BUBs Aussehen zugrunde liegen, könnten helfen, diese seltenen Erkrankungen auch beim Menschen besser zu verstehen, sagte Daniel Ibrahim vom MPI.

„Lil BUB“ als Botschafterin für Inklusion

Das Kätzchen galt wegen seiner Gendefekte vielen als Botschafterin für Inklusion und Tiere in Not. In ihrem Namen wurde sogar eine eigene Stiftung (Lil BUB's BIG Fund for the ASPCA) ins Leben gerufen, die das Leid von Tieren mit schweren Krankheiten oder Behinderungen vor allem in den USA mindern soll. 

Ihr Besitzer hatte über diverse Social-Media-Kanäle immer wieder dazu aufgerufen, jedem Lebewesen eine Chance zu geben - auch wenn es nicht den "klassischen" Vorstellungen von süß oder putzig entspreche.