Gesundheitsupdate: So geht es Katja Burkard

Gesundheitsupdate: Das sagt Katjas Arzt zur Erntekrätze
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Gesundheitsupdate: Das sagt Katjas Arzt zur Erntekrätze

"Das juckt so sehr, dass ich mich nicht beherrschen kann!"

Am Fußgelenk von einer Grasmilbe gestochen – und schon hat RTL-Moderatorin Katja Burkard den Salat. In ihrer Instagram-Story teilte sie ihren Followern mit, dass sie Erntekrätze hat. So wird der Biss der Milbe nämlich in Volksmund auch genannt. Die 56-Jährige muss ganze sechs Tage lang Penicillin einnehmen. „Den Anblick meines Fußgelenks erspare ich Euch!“, so Katja. Uns verriet sie: „Der Knöchel ist nicht mehr zu erkennen, alles ist feuerrot und juckt wie Hölle!“ Ihr Arzt meine, ein solcher Biss sei typisch für den im September beginnenden Herbst. Wie es Katja Burkard aktuell geht und welche wichtigen Tipps ihr Arzt für andere Betroffene hat, das sehen Sie in ihrer Videobotschaft.

Und was hat es mit den Grasmilben und der mit ihnen verbundenen Erntekrätze überhaupt auf sich? Müssen wir in der Natur jetzt besonders vorsichtig sein?

Gerade zu Herbstbeginn ist die Milbenbiss-Gefahr besonders hoch

Eine aktive Seniorin geht auf einer Wiese mit ihrem Hund spazieren.
Im niedrigen Gras lauert sie: die Erntemilbe. © :fotografixx, Annette Birkenfeld

Ein Spaziergang in der Natur könnte so schön sein – wären da nicht die kleinen Krabbeltierchen und Insekten, die uns Menschen mitunter ganz schön gefährlich werden könnten. Wie zum Beispiel die Grasmilbe, auch Herbst- oder Erntemilbe genannt. Klingt irgendwie alles andere als angsteinflößend, oder? Falsch gedacht! Ein Biss hinterlässt juckende Bissspuren, Hautrötungen und Quaddeln, Kratzen macht alles nur noch schlimmer. Die fiesen Spinnentiere, die man in der Regel anhand ihrer orangefarbenen Farbe erkennen kann, legen regelmäßig ihre Eier ab, aus denen dann am Ende des Sommers die Larven schlüpfen. Diese wiederum brauchen Blut, um zu überleben. Wie gut, dass neben kleineren Säugetieren am Wegesrand ab und an auch Spaziergänger entlanggehen, die sie ebenfalls beißen können!

Auch wenn der Biss der Milbe an sich eher harmlos ist, ist der lang anhaltende und starke Juckreiz nicht nur nervig, sondern kann unter Umständen auch richtig unangenehm werden. Das oberste Gebot, sollte man gebissen worden sein, lautet: nicht an den Pusteln kratzen! Dadurch erhöhe sich laut „Apotheken Umschau“ das Risiko für Entzündungen, es kann sogar zu einer allergischen Reaktion kommen.

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So sollte die Erntekrätze am besten behandelt werden

Die Erntekrätze ist eigentlich gar keine richtige Krätze – der fiese Biss der Erntemilbe wird nur so genannt. Hat man sie sich trotzdem eingefangen, sollte die Stelle so schnell wie möglich mit Desinfektionsmittel gereinigt werden. Auch eine Mischung aus Wasser und Zitronensaft oder Essig kann als erstes Hausmittel helfen. Tupfen Sie das Gemisch einfach auf die betroffene Stelle, sodass dadurch die verbliebenen Verdauungssäfte der Milbe deaktiviert werden können. Ansonsten helfen kühlende Cremes und Salben mit Antihistaminika, um den Juckreiz zu lindern.

Trotzdem sollte Vorsicht gewahrt werden: Jeder Mensch kann unter Umständen anders auf den Milbenbiss reagieren. Manche Betroffenen reagieren, nach spätestens 24 Stunden nach dem Abfallen der Larven, heftig auf den Kontakt mit dem lästigen Tierchen. Daher sollte im Zweifel ein Arzt aufgesucht werden – etwa wenn die Symptome länger als zwei Wochen anhalten oder sich Bläschen an der Bissstelle bilden. Ein Arzt kann dann Antibiotika verschreiben. Wenn alles gut ausgeht, klingen die Beschwerden nach etwa zehn Tagen wieder ab.

Seien Sie vor allem in niedrigen Gräsern, wie zum Beispiel im Garten oder auf der Wiese, vorsichtig. Bis Ende Oktober suchen sich die Larven ihre Opfer, mit bloßem Auge sind sie trotz ihrer auffälligen Farbe kaum zu erkennen. (vdü)

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