Karl Lagerfeld bezieht Stellung zur #MeToo-Debatte: "Es ist einfach zu viel"

Karl Lagerfeld über #MeToo: "Ich habe es satt"
Karl Lagerfeld bei einem Auftritt in New York City © John Nacion/starmaxinc.com/ImageCollect, SpotOn

Das schockiert ihn am meisten

Modeschöpfer Karl Lagerfeld hat über die #MeToo-Bewegung gesprochen - in einem Interview mit dem "Numero"-Magazin antwortete der Star-Designer auf die Frage, was er über #MeToo denke: "Ich habe es satt." Was ihn am meisten schockiere, seien die Starlets, "die 20 Jahre gebraucht haben, um sich zu erinnern, was passiert ist", wird Lagerfeld weiter zitiert. "Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es keine Zeugen der Anklage gibt."

Auch einige neue Vorschriften stören des Designer offenbar: "Ich habe irgendwo gelesen, dass man jetzt ein Model fragen muss, ob es sich wohl fühlt beim Posieren. Es ist einfach zu viel, von nun an kann man als Designer nichts mehr machen", sagte er dem Interview zufolge. Lagerfeld verteidigte zudem Stylist Karl Templer, der beschuldigt wurde, einem Model bei einem Shooting die Unterwäsche runtergezogen zu haben, ohne zu fragen. Von den Anschuldigen glaube er kein Wort, so Lagerfeld: "Es ist unglaublich. Wenn du nicht willst, dass an deiner Hose rumgezogen wird, werde kein Model! Tritt einem Kloster bei, es wird immer einen Platz für dich im Kloster geben. Sie rekrutieren sogar!"

Lagerfeld fügte in dem Interview hinzu, dass er "Herrn Weinstein nicht ausstehen" könne, mit dem er offenbar berufliche Differenzen hatte. Die #MeToo-Bewegung folgte auf den Skandal um Harvey Weinstein, der zahlreicher sexueller Vergehen beschuldigt wird. Viele Frauen, darunter zahlreiche Prominente, haben daraufhin über sexuelle Belästigung gesprochen. In der Modewelt gab es unter anderem Vorwürfe gegen die Fotografen Terry Richardson, Mario Testino und Bruce Weber. Diese haben die Anschuldigungen zurückgewiesen.

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