"Jüdische Pestbeule": Talkshow-Host Daniel Donskoy heftig im Netz beschimpft

Maik (Daniel Donskoy)
Daniel Donskoy reagiert auf Hassnachrichten. © Pressetermin am Set, TVNOW / Julia Feldhagen

Daniel Donskoy kann's nicht fassen

„Jude, Jude, Jude, Jude ist einfach nur ein Wort / aber Antisemitismus ist in Deutschland Sport“ – es sind Zeilen wie diese, mit denen Schauspieler, Rapper und Talkshow-Host Daniel Donskoy (31) jetzt zurückschlägt. Denn: Als Antwort auf seine neue Show „Freitagnacht Jews“ hatte er ziemlich viel Gegenwind aus der rechten Szene einstecken müssen. Von heftigen Hassnachrichten bis zu Bedrohungen war alles dabei. Sein Rap-Song „Jude“ soll deshalb jetzt sensibilisieren und anderen Betroffenen helfen.

Donskoy steht für #nohate

Cover von Daniel Donskoys Single "Jude"
Cover von Daniel Donskoys Single "Jude" © Christian Pries

Es ist kaum zu glauben, was Daniel Donskoy im Netz zuletzt über sich lesen musste. Kommentare wie "Du Judenschwuchtel des BRD Rundfunk“, „Hitler hätte dich vergasen sollen“ und „jüdische Pestbeule am Bein der Republik“ machten deutlich, wie groß das Problem Antisemitismus in Deutschland auch im Jahr 2021 noch immer zu sein scheint. Die Hassnachrichten hatte er als Reaktion auf seine Abendshow erhalten, die seit Kurzem beim WDR-YouTube-Kanal und in der ARD-Mediathek zu verfolgen ist. In insgesamt acht Folgen will das Multitalent mit interessanten Persönlichkeiten über die jüdische Identität und jüdische Traditionen sprechen.

Die heftige Hass-Welle, die er allein mit der ersten Folge ausgelöst hat, ging nicht spurlos an ihm vorbei, wie er jetzt erklärt: „Die Atmosphäre in der Welt wird immer toxischer. Vor allem in der Welt der sozialen Medien. Als Host meiner ersten Late-Night-Talkshow ‘Freitagnacht Jews’ schlägt auch mir dieser Hass direkt ins Gesicht. Auch die Lage in Israel und Palästina führt dazu, dass immer mehr jüdische Menschen antisemitischer Hetze ausgesetzt sind.“ Er habe es sich zur Aufgabe gemacht, mit „Kunst, statt mit Hetzen“ zu reagieren. Deshalb habe er seinen ersten deutschen Song „Jude“ veröffentlicht, der Gutes tun soll. „Alle Erträge spende ich an HASSMELDEN.de, die ehrenamtlich Menschen helfen, Hass der ihnen entgegenschlägt, anonym zur Anzeige zu bringen.“

CCH