Judith Holofernes bei 'Sing meinen Song': Wird es ein 'Wir sind Helden'-Comeback geben

Ein Comeback von "Wir sind Helden"?
Ein Comeback von "Wir sind Helden"?

Im Mittelpunkt bei 'Sing meinen Song'

Judith Holofernes (41) wurde als Lead-Sängerin und Gitarristin der Band 'Wir sind Helden' bekannt, die seit April 2012 pausiert. Die mittlerweile zweifache Mutter feiert seitdem solo Erfolge. Ob ein Comeback mit ihrer Erfolgsband geplant ist, verrät sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Es sei jedenfalls sehr schön gewesen, bei 'Sing meinen Song' so viele "von den alten Songs zu hören". 

V.l.: Mark Forster, Johannes Strate, Mary Roos, Rea Garvey, Marian Gold, Leslie Clio, Judith Holofernes
Judith Holofernes ist aktuell bei 'Sing meinen Song' zu sehen. © Songs von Rea Garvey, MG RTL D / Markus Hertrich

Was gab den Ausschlag für Sie, bei "Sing meinen Song" mitzumachen?

Judith Holofernes: Ich habe die vorherigen Staffeln sehr gerne geguckt und war vor allem davon fasziniert, wie die Leute in der Sendung rüberkommen. Man merkt den Teilnehmern immer an, dass sie sich wirklich wohlfühlen und das ist im Fernsehen schon eine echte Ausnahme.

Was ist Ihnen von den früheren Staffeln besonders in Erinnerung geblieben?

Holofernes: Ich gehöre zu den vielen, vielen Leuten, die sich beim Zuschauen in Michael Patrick Kelly verliebt haben. So ein guter Typ!

Was glauben Sie, warum kommt die Sendung so gut beim Publikum an?

Holofernes: Es gibt keine andere Sendung, wo man so nah an die Künstler rankommt, und wo nicht eingegriffen wird ins Geschehen, sondern die Künstler beinahe unter sich sind. Da öffnet man sich natürlich ganz anders, unter Kollegen, und das macht auch beim Zuschauen Spaß.

Was genießen Sie mehr: Die Songs der anderen zu singen oder die eigenen Songs von den anderen zu hören?

Holofernes: Beides ist toll! Der eigene Abend ist natürlich sehr aufregend, weil man die ganze Zeit irgendwie "dran" ist. Das hat sich ein bisschen nach Geburtstag haben angefühlt. Aber die Songs von den anderen vorzubereiten und zu singen, war vielleicht sogar noch ein bisschen lustiger, mir hat das wahnsinnig Spaß gemacht.

Auf wessen Interpretation Ihrer Hits waren Sie besonders gespannt?

Holofernes: Auf Rea! Ich war mir fast sicher, dass er sich den Song übersetzen würde... Und dann hat er sich den halsbrecherischsten Song ausgesucht und knallhart auf Deutsch durchgezogen!

Gab es einen Künstler in dieser Staffel, bei dem es Ihnen besonders schwer gefallen ist, ihn zu covern?

Holofernes: Marys Song hat mir viel, viel Spaß gemacht, war aber auch schwierig, weil alles bei ihr so komplett anders sitzt und schwingt, als ich das jemals schreiben würde...

Mary Roos sorgt in diesem Jahr für das Schlager-Debüt bei 'Sing meinen Song'. Wie haben Sie die Sängerin erlebt? Haben Sie Geschmack am Schlager gefunden?

Holofernes: Ich kann mit aktuellem Schlager absolut nichts anfangen, aber in den 60er, 70er Jahren gab es im Schlager ja zum Teil ganz, ganz große Interpreten und Songschreiber. Ich würde zum Beispiel Udo Jürgens jederzeit einem großen Teil von dem vorziehen, was in Deutschland unter Pop im Radio läuft. Und Mary ist einfach eine großartige, integre Künstlerin, mit einer absolut ansteckenden, einzigartig freudigen Ausstrahlung. Ich habe noch keine Frau in ihrem Alter kennen gelernt, die unseren Beruf noch mit so viel Freude macht.

Die Musikgruppe Wir sind Helden kommt am 06.03.2004 zur Verleihung des Musikpreises "Echo" in das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin: Von links Jean-Michel Tourette, Pola Roy, Judith Holofernes und Mark Songs. Die Berliner Band ist die e
Nach 12 Jahren löste sich 'Wir sind Helden' im April 2012 auf unbestimmte Zeit auf © picture-alliance/ dpa, Sören Stache

In der Vergangenheit liefen in den Sendungen immer wieder Tränen. Wie oft standen Ihnen die Tränen in den Augen?

Holofernes: Ich war immer wieder sehr berührt, aber eigentlich nicht zu Tränen gerührt. Bei mir war das vorherrschende Gefühl eher Freude, ich hab einfach Spaß gehabt.

Hatten Sie Angst, sich dem Urteil Ihrer Gesangskollegen zu stellen?

Holofernes: Es ist auf jeden Fall viel aufregender, vor sechs Kollegen zu singen, als vor mehreren tausend Leuten in einer Halle zu stehen! Und dazu habe ich die Songs schon teilweise ganz schön gegen den Strich gebürstet, aber immer mit dem Gedanken, dem betreffenden Künstler eine Freude machen zu wollen. Da war ich natürlich aufgeregt, ob das aufgeht.

Wie haben Sie sich mit Ihren Kollegen beim Dreh verstanden?

Holofernes: Toll! Wir mochten uns von Anfang an, aber wenn da dann noch der weite südafrikanische Himmel dazu kommt, und das tolle Licht - da kann man schon mal unangemessen gut draufkommen.

Sind weitere TV-Formate mit Ihnen geplant? Könnten Sie sich vorstellen, auch als Juror zu arbeiten - bei "The Voice" oder "DSDS"?

Holofernes: 'DSDS' und 'The Voice' sind für mich absolut nicht zu vergleichen. 'DSDS' ertrage ich nicht, aber von 'The Voice' bin ich richtig Fan. Mir hat das mit 'Sing meinen Song' erstaunlich viel Spaß gemacht, und ich bin jetzt schon so lange dabei, dass ich mich auch einfach freue, wenn mal was neu und anders ist. Ich hätte allerdings großen Respekt vor der Bekanntheit, die so ein Riesenformat mit sich bringt, da ist 'The Voice' einfach noch mal extremer als 'Sing meinen Song'.

In den letzten Jahr feierten Sie als Solo-Künstlerin Erfolge, wann wird es ein Comeback mit Ihrer Band Wir sind Helden geben?

Holofernes: Das steht nicht an! Es war schön, in Südafrika so viele von den alten Songs zu hören, und ich bin sehr glücklich mit meiner Band, auch im Rückspiegel. Aber ich habe viel Liebe in meine Solosachen gesteckt, habe so viel Spaß mit meiner neuen Live-Band... Ich habe das Gefühl, damit erst am Anfang zu stehen.

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