Kleine Bemerkung mit großer Bedeutung

Johnny Depps Anwälte jubeln: Wird Kate Moss jetzt Amber Heard zum Verhängnis?

Depp vs Heard
Depp vs Heard © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jim Watson

Vor Gericht muss man aufpassen, was man sagt. Das wissen auch Johnny Depp (58) und Amber Heard (36), die im Rufmord-Prozess jeweils ein Team von Top-Anwälten um sich geschart haben. Doch eine kleine, unbedachte Bemerkung könnte der Ex des Schauspielers jetzt zum Verhängnis werden.

Amber Heard erwähnte Kate Moss im Zeugenstand

Im Zeugenstand erwähnte Amber Heard eine andere berühmte Verflossene des „Fluch der Karibik“-Stars, Model Kate Moss (48). In ihrer Aussage, bei der sie Moss ins Spiel bringt, ging es wieder um Gewaltvorwürfe gegen ihren ehemaligen Partner.

Bei einem Streit im Jahr 2015 habe sich ihre Schwester Whitney eingemischt: „Sie versuchte plötzlich, Johnny zu stoppen. Und ich sehe meine Schwester mit dem Rücken zur Treppe. Johnny holt mit einem Schlag nach ihr aus (...). In meinem Kopf denke ich sofort an Kate Moss auf der Treppe.“ Amber habe ihn dann, angeblich aus Angst und um ihre Schwester zu schützen, geschlagen, was noch nie zuvor passiert sei.

Doch der Name Kate Moss könnte fatale Folgen für sie haben. Kurz nach der Erwähnung zeigte Johnnys Anwalt Benjamin Chew eine Geste, die als Jubel aufgepasst werden kann: das Schütteln der geballten Faust. Doch wieso?

Im Video: Gewaltvorwürfe gegen Johnny Depp

Amber Heard schildert Depps ersten Gewaltausbruch
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Amber Heard schildert Depps ersten Gewaltausbruch

Wird Kate Moss nun als Zeugin zugelassen?

Kate Moss war in den Neunzigern mit Depp zusammen
Kate Moss war in den Neunzigern mit Depp zusammen © IMAGO/PA Images, IMAGO/Doug Peters, www.imago-images.de

Die kalifornische Anwältin Mitra Ahouraian verriet der „New York Post“: „Moss ist angeblich noch mit Johnny befreundet. Ihre Aussage war zuvor nicht erlaubt, weil sie nicht relevant war. Das war ein Fehler, den Heard gemacht hat, Kate Moss anzusprechen. Was möglicherweise die Tür öffnet für Depps Team, Moss als Zeugin zu bringen.“

Nach Meinung der Expertin könne das Team auf diesem Weg die angebliche Depp-Freundin nutzen, um die Aussage seiner Verflossenen zu untergraben. Moss könne dann womöglich aussagen, dass es nie zum Treppenvorfall bei ihr und Johnny gekommen sei. Denn die Gewalttat wurde Johnny niemals nachgewiesen. Vielmehr handelt es sich um Hörensagen. 2020 erwähnte Amber im ersten Prozess gegen Johnny, dass sie ein „Gerücht“ gehört habe, laut dem er Kate Moss „die Treppe runtergestoßen hat.“

Im Video: Depp spricht im Zeugenstand

Johnny Depp sagt im Zeugenstand aus
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Johnny Depp sagt im Zeugenstand aus

Es geht um etliche Millionen

Johnny Depp weist die Gewalttat, die seine Ex ihm vorwirft, von sich. Stattdessen wirft er ihr seelische Grausamkeiten wie Beleidigungen vor – und ebenfalls körperliche Gewalt. Der Hollywood-Star verklagt Amber wegen Rufmord nach den „Frauenschläger“-Schlagzeilen auf 50 Millionen US-Dollar (47 Millionen Euro). Und die wiederum fordert in ihrer Gegenklage 100 Millionen US-Dollar (97 Millionen Euro) von Johnny als Schadensersatz. Sie wirft ihm neben Gewalt auch schwersten sexuellen Missbrauch vor. (nos)