Johnny Depp: Wird Harvey Weinstein in den Scheidungskrieg gezogen?

Johnny Depp: Wird Harvey Weinstein in den Scheidungskrieg gezogen?
Johnny Depp will nicht, dass seine Geschäfte mit Harvey Weinstein öffentlich werden © WENN.com, WENN

Der Rosenkrieg zwischen Johnny Depp und seiner Ex Amber Heard geht in die nächste Runde. Der Schauspieler will die Veröffentlichung von Dokumenten der Weinstein Company verhindern.

Johnny Depp (56) ist erneut gegen Amber Heard (33) vor Gericht gezogen. Am Freitag reichte der Schauspieler ('Edward mit den Scherenhänden') einen Antrag ein, um eine Vorladung seiner Ex-Frau abweisen zu lassen. Die Hollywood-Schönheit ('Aquaman') wollte erreichen, dass die Weinstein Company Dokumente freigibt, in denen Johnnys Geschäftsbeziehung mit dem Firmengründer offengelegt wird.

Was hat Harvey Weinstein mit Johnny Depp zu tun?

Harvey Weinstein steht zurzeit in New York wegen sexueller Übergriffe in fünf Fällen vor Gericht, darunter auch Vergewaltigung. Doch die Verfehlungen des Filmproduzenten, dem Dutzende weitere Frauen Vergehen vorwerfen, sind nicht von Belang, wenn es um ihn und Amber Heard geht, argumentiert Johnny Depp jetzt. Seine geschäftlichen Verbindungen zur Weinstein Company, die mittlerweile offiziell aufgelöst wurde, hätten nichts mit dem andauernden Rechtsstreit zwischen ihm und Amber Heard zu tun. Beide Ex-Eheleute werfen einander vor, den anderen im Laufe ihrer Ehe misshandelt zu haben. Obwohl sie bereits seit 2016 getrennt und seit 2017 geschieden sind, will der Scheidungskrieg einfach kein Ende nehmen.

Andauernder Rosenkrieg

Amber Heard hatte ihren einstigen Mann — zunächst indirekt, später sehr detailliert — in einem Artikel der 'New York Post' beschuldigt, sie wiederholt geschlagen zu haben, eine Anschuldigung, die Johnny Depp stets bestritt — er verklagte seine Frau sogar wegen Verleumdung. Im Rahmen dieser Verleumdungsklage hatte sich Amber Heard wiederum um die Herausgabe der Weinstein-Akten bemüht, denn sie erhoffte sich, dass die Gerichte daraus Rückschlüsse ziehen können auf "Gewalttaten, die Mr. Depp im Laufe der Dreharbeiten und der Werbetour von 'The Libertine' verübte." Diese wiederum könnten den Schauspieler in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Sollte der Antrag des Schauspielers abgelehnt und die Weinstein-Unterlagen zugelassen werden, so wird sich der Rechtsstreit zwischen Johnny Depp und Amber Heard sicher noch weiter in die Länge ziehen.

© Cover Media