Johnny Depp im Rechtsstreit mit Management: E-Mails werden veröffentlicht

Johnny Depp: E-Mails werden öffentlich gemacht
Johnny Depp © Cover Media, CoverMedia
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Neuer Rückschlag im Prozess

Johnny Depp (54) wird nicht mit Samthandschuhen angefasst.

Der Schauspieler ('Fluch der Karibik') bezichtigt seine ehemaligen Manager, Schuld daran zu sein, dass er dem Finanzamt umgerechnet fast sechs Millionen Euro an Bußgeld bezahlen musste. Der Star zeigte The Management Group (TMG) an, weil sie seiner Meinung nach seine Finanzen falsch gehandhabt und zudem 25 Millionen Euro an Honorar einkassiert hätten, obwohl er dazu nie seine Zustimmung gegeben habe. Sie sollen seine Steuern mehrfach falsch eingereicht haben, weshalb er als Folge Bußgeld zahlen musste. Außerdem hätten sie sich ungefragt umgerechnet neun Millionen Euro geliehen. 

Seit Januar befinden sich die beiden Parteien in einem erbitterten Rechtsstreit, der am 19. Juni im Los Angeles Superior Court seine Fortsetzung fand. Um zu beweisen, dass Johnny stets wusste, in welchen schwierigen finanziellen Verhältnissen er sich bewege, und dass allein sein ausschweifender Lebensstil für die monetären Probleme verantwortlich ist, veröffentlichten die ehemaligen Manager E-Mail-Korrespondenzen zwischen ihnen und Johnny. 

Eine Konversation aus dem Jahr 2009 wird von 'Deadline' zitiert, in der einer der Manager Johnny im Urlaub darauf hinwies, möglichst wenig Geld auszugeben und sich Einnahmen und Ausgaben gezielt anzuschauen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Einen Tag nach dieser Mail schrieb Johnny Depp zurück: "Ich tue mein Möglichstes, was die Urlaubsausgaben angeht, aber mehr als das kann ich nicht tun. Ich möchte meinen Kindern und meiner Familie ein möglichst schönes Weihnachten schenken." 

Anschließend listete er die damaligen Filme auf, für die er verpflichtet worden war und fügte in Panik hinzu: "Was kann ich noch mehr tun als das??? Willst du, dass ich Kunst verkaufe??? Das mache ich. Soll ich noch etwas anderes verkaufen??? Klar … was??? Ich habe Motorräder, Autos, Häuser, Bücher, Gemälde und etwas, das einer Seele gleicht. Wo soll ich anfangen??? Ich mag es nicht, in dieser Situation zu sein, aber ich hatte keine Wahl. 'The Rum Diary' war ein Opfer. Wir wussten, was daraus werden würde. Der letzte Scheck, den ich bekommen habe, war für 'Public Enemies'." 

Der Film 'The Rum Diary' war damals an den Kinokassen gefloppt. Wie die Gerichtsdokumente zeigen, war Johnny Depps Bankkonto 2009 um vier Millionen Dollar überzogen.

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