Jeanette Biedermann: Der Schmerz wird nicht besser

Jeanette Biedermann: Der Schmerz wird nicht besser
Jeanette Biedermann wird persönlich © WENN.com, WENN

Sängerin Jeanette Biedermann ist mit einem neuen Soloalbum zurück, auf dem sie den Tod ihres Vaters zu verarbeiten sucht.

Jeanette Biedermann (39) hatte ihre Solokarriere 2008 auf Eis gelegt. Jetzt ist sie mit einem neuen Album zurück, das den Titel 'DNA' trägt und viele persönliche Erfahrungen und Traumata beinhaltet, die sich die Musikerin von der Seele schreiben und singen wollte.

Aufs Wesentliche reduzieren

Die elfjährige Auszeit sei dabei absolut notwendig gewesen, denn Jeanette fühlte sich ausgebrannt, wie sie im Gespräch mit 'Gala' gesteht: "Ich habe ein Album gemacht, was ein ganz tolles Album war, aber was nichts mit mir zu tun hatte. Es hat an Persönlichkeit gefehlt. Da dachte ich mir: 'Stopp!', und reduzierte alles auf das Wesentliche. Ich habe durchgeatmet und nur Lieder für mich geschrieben - ohne zu überlegen, was die Plattenfirma denkt. Ich lernte wieder Songs zu schreiben, die mir gefallen und so kam ich an die Wurzel dessen, was ich eigentlich sagen wollte." So wurde ihre Band Ewig gegründet, die ihr viel Halt und Freude gegeben habe.

Jeanette Biedermann spürt den Schmerz

Auf ihrem neuen Soloalbum 'DNA' wird sie nun so persönlich wie selten zuvor. Der Song 'Deine Geschichten' dreht sich etwa um den Tod ihres Vaters, der noch genauso schmerzt wie an dessen Todestag. Jeanette Biedermann reflektiert: "Nach zwei Jahren dachte ich, 'jetzt muss es ja besser werden', aber es wird nicht besser. Der Mensch ist glücklicherweise in der Lage, solch starke Emotionen mit der Zeit abzumildern. Dennoch ist dieser Schmerz immer noch extrem da. Es gibt Momente, wenn ich irgendwo bin, wo ich mit meinem Vater war, dann tut es wieder so enorm weh, obwohl ich dachte, dass es besser geworden ist." Jeanette erinnere sich nun an die schönen Erlebnisse mit ihrem Vater. Beim Trauerprozess habe ihre Mutter und das Schreiben des Songs geholfen.

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