Janni Hönscheid über ihren Körper: Jahrelang voller Selbsthass - jetzt ist sie glücklich

Janni Hönscheid ist endlich glücklich mit ihrem Körper
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Janni Hönscheid ist endlich glücklich mit ihrem Körper

Janni Hönscheid postet ein ehrliches Bikini-Bild ohne Filter

Vor einem Monat ist Janni Hönscheid (29) mit Ehemann Peer (45) und ihren zwei Kindern Yoko und Emil-Ocean nach Sylt gezogen. Von dort meldet sie sich jetzt mit einem Körperupdate, stellt sich also frontal und nur im Bikini vor die Kamera, lässt das Bild unbearbeitet und lädt es auf Instagram hoch. Dazu schreibt Janni einen ehrlichen Text, der auf ihre Suche nach der Selbstliebe zurückblickt.

Janni Hönscheid: "Ich fand meine Brüste viel zu klein"

Egal was in ihrem Privatleben passiert, Janni erzählt davon auf Instagram. Manchmal kommt es dann zu einem Shitstorm, doch oft danken ihr die Follower auch für ihre Ehrlichkeit. Auch dieses Mal sind die Instagram-Nutzer von Jannis ehrlichem Post begeistert, in dem sie schreibt: „Ich fand mich als Frau nicht immer schön. Ich fand meine Arme zu groß, ich fand meinen Bauch zu umfangreich. Ich fand meine Brüste viel zu klein, sodass es sogar Zeiten gab in denen ich oft davon träumte, sie vergrößern zu lassen“. Zu diesem Text postet sie nicht nur das aktuelle Bild aus Sylt, in dem sie sich im Bikini zeigt, sondern auch eine alte Aufnahme von einem Fotoshooting mit 23 Jahren. „Ich war in einer Beziehung, in der ich nicht in der Tiefe glücklich war und nach fünf Jahren war diese beendet – genau wegen diesem Shooting“, schreibt Janni zu dem Bild.

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ᔕEᒪᖴᒪOᐯE Akzeptanz. Dankbarkeit. Respekt. Liebe. Sind alles Wörter und Werte die ich jetzt für meinen Körper empfinde. Weil ich weiß was er kann und bedeutet. Weil er einzigartig ist und immer sein wird. Und das lässt mich von innen strahlen. „Schönheit kommt von innen“. Das war nicht immer so... Auf dem zweiten Bild seht Ihr mich mit 23. Auch wenn ich zu diesem Shooting damals so unglaublich viel {positive} Resonanz bekam und ich mich rückblickend wunderschön finde, war ich zu dem Zeitpunkt am unsichersten in meinem Leben. Ich wusste was mein Körper leisten konnte, als Sportlerin, doch ich fand mich als Frau nicht immer schön. Ich fand meine Arme zu groß, ich fand meinen Bauch zu umfangreich. Ich fand meine Brüste viel zu klein, so dass es sogar Zeiten gab in denen ich oft davon träumte sie vergrößern zu lassen und dies sogar vorhatte. Ich wusste damals ja noch garnicht wofür Brüste eigentlich sind- ich wollte einfach gefallen, dem Ideal enstprechen. Ich war in einer Beziehung in der ich nicht in der Tiefe Glücklich war und nach fünf Jahren war diese beendet-genau wegen diesem Shooting. Ich reiste Jahre rum und als ich mit Peer in einer großen Show zusammenkam wurde ich weiter bewertet, nun noch mehrere Menschen: „Keine klassische Schönheit“ „dämliches Lachen“ „zu große Nase“ „Keine perfekten Zähne“. „Lass Dir doch mal Deine Augenbrauen machen“. Nicht dem entsprechend wie eine Frau in der Gesellschaft auszusehen hat. Erst seit ich Kinder habe, habe ich Frieden gefunden, und obwohl ich so viel weicher geworden bin in vielen Hinsichten, oder vielleicht gerade deswegen, habe ich gelernt Negativität zu neutralisieren, und mir Dinge nicht mehr zu Herzen zu nehmen die über mich wertend gesagt werden. Bewerten kommt immer von der Ansicht des Betrachters und wird so ausfallen wie diese gestimmt ist. Ich möchte Euch hiermit einfach sagen, verurteilt Menschen nicht so schnell, Ihr wisst nie wie es diesen Menschen gerade wirklich geht. Seid gut, seid liebevoll. Seht Ihr selbst das positive in anderen, wird auch Euer Leben und das was Euch umgibt viel positiver 💛 #positivelife #bodypositivity #selflove

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Auch als sie Peer kennenlernte, wurde das Verhältnis zum eigenen Körper nicht sofort besser, denn Menschen und Medien bewerteten Janni ständig: „Keine klassische Schönheit“, „dämliches Lachen“ und „lass Dir doch mal Deine Augenbrauen machen“ – diese Kommentare erntete die Sportlerin nur, weil sie in der Öffentlichkeit stand. Vor drei Jahren kam dann der Umbruch: „Erst seit ich Kinder habe, habe ich Frieden gefunden, und obwohl ich so viel weicher geworden bin, in vielen Hinsichten, oder vielleicht gerade deswegen, habe ich gelernt, Negativität zu neutralisieren.“

Mit dem Text und dem Rückblick auf ihre eigene Reise der Selbstakzeptanz möchte Janni ihren Followern Mut machen und sie daran erinnern, liebevoll zu anderen zu sein: „Verurteilt Menschen nicht so schnell“, schreibt Janni abschließend zu den Fotos.