Jan Ullrich: Trennung von Ehefrau Sara zog ihm den Boden unter den Füßen weg

Jan Ullrich: Wer hat Schuld an dem ganzen Drama?
03:47 Min Jan Ullrich: Wer hat Schuld an dem ganzen Drama?

Wer hat Schuld am ganzen Drama?

"Als wenn die Sonne platzt" – so beschreibt Jan Ullrich (44) im exklusiven Interview mit RTL den Schmerz, als seine Frau Sara Steinhauser ihn dieses Jahr verließ. "Mein Lieblingsmensch ist aus meinem Herz gesprungen. Das hat so wehgetan." Will der frühere Radsport-Star ihr damit die Schuld geben an all den Negativ-Schlagzeilen der letzten Wochen?

Jan Ullrich: "Ich habe nicht so ein jahrelanges Alkoholproblem"

"Es sind immer zwei Personen oder zwei Parteien schuld", sagt Jan Ullrich. Aber die Trennung hat dem Ex-Radsportprofi offenbar den Boden unter den Füßen weggezogen. Da habe er den Schmerz auch "ein bisschen runtergespült" – mit Whiskey.

Vor allem, um wieder bei seinen drei Söhnen sein zu dürfen, die er momentan nicht sehen darf, habe er in die Betty-Ford-Klinik im bayerischen Bad Brückenau eingecheckt – eine Entzugsklinik. Aber Jan Ullrich glaubt nicht, dass er süchtig ist. "Ich bin nicht hier, weil ich vor mich hin zittere oder ein Alkoholproblem habe." Substanzen wie Amphetamine habe er aus medizinischen Gründen genommen.

Deshalb habe er auch nicht vor, seinen Lebensstil voll und ganz zu ändern, erklärt der ehemalige Radsport-Profi, der als 1997 als erster und bisher einziger Deutscher die Tour de France gewann. "Ich trink nur noch das Gläschen Whiskey und auch nicht alle Tage. Und das sollte mir mal gestattet sein."

Was fühlt Jan Ullrich, wenn er die Bilder seiner Ausraster sieht?

Scham und Reue scheint der 44-Jährige nicht zu empfinden, als das RTL-Team ihm die Bilder seiner Abstürze der letzten Wochen zeigt. Und was ist mit den Vorwürfen, er habe in einem Frankfurter Hotel eine Escort-Lady bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt? Alles erfunden? "Ja", sagt Jan Ullrich. Die Dame sei eine gute Schauspielerin.

Er wirkt beim Interviewtermin in der Klinik schon wieder viel gesünder als auf den schockierenden Aufnahmen der letzten Wochen, macht Sport. Denn das hat ihm als Ventil gefehlt, da er seit anderthalb Jahren nicht mehr Rad fahren durfte. Er wird noch ein bisschen hierbleiben, um "seine Mitte" wiederzufinden. "Ich bin top motiviert, weiter an mir zu arbeiten", erzählt er voller Zuversicht.