Wird Instagram zu TikTok 2.0?

Instagram-Chef reagiert auf Kritik von Kylie Jenner und Kim Kardashian

Instagram-Chef reagiert auf Kritik von Kylie Jenner und Kim Kardashian
Instagram-Chef Adam Mosseri reagiert auf die Kritik von Kim Kardashian (Mitte) und Kylie Jenner. © [M] imago/ZUMA Wire / imago/NurPhoto, SpotOn

Instagram hat sich ganz schön verändert! Das ist Insta-Größen wie Kylie Jenner (24) und ihrer Halbschwester Kim Kardashian (41) offenbar ein Dorn im Auge. Ihre Ansage: Instagram soll Instagram bleiben und nicht zu TikTok 2.0 mutieren! Nun reagiert sogar der Instagram-Chef Adam Mosseri (39) höchst persönlich auf die Kritik.

„Make Instagram Instagram again"

Die Petition „Make Instagram Instagram again" von der Fotografin Tati Bruening macht seit vier Tagen auf der Social-Media-Plattform die Runde. Sie fordert darin die Rückkehr zum Schwerpunkt Foto. "Hört auf, TikTok sein zu wollen. Ich will nur süße Fotos von meinen Freunden sehen", schreibt sie in ihrem Aufruf.

Neben den aktuell 184.374 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern (Stand Mittwochmittag) sind inzwischen auch Top-Stars des Portals wie Kylie Jenner (mehr als 361 Millionen Follower) und Halbschwester Kim Kardashian (mehr als 326 Millionen Follower) auf den Zug aufgesprungen. Sie teilten die Petition auf ihren Kanälen.

Das sagt Instagram-Chef Adam Mosseri

Am Dienstag teilte Instagram-Chef Adam Mosseri ein Video auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, um auf die Bedenken und die Kritik an der veränderten Strategie einzugehen. „Wir werden weiterhin Fotos unterstützen. Das ist Teil unseres Erbguts", sagt er in dem Clip. Damit bezieht er sich direkt auf die Bedenken, dass sich die Social-Media-Plattform von ihren Wurzeln entfernt.

„Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich glaube, dass Instagram mit der Zeit immer mehr zu einem Videoportal werden wird. Das sehen wir auch, wenn wir nichts ändern", fügt Adam hinzu. „Wir werden uns auch weiterentwickeln müssen, weil sich die Welt schnell verändert und wir uns mit ihr verändern müssen", so der Geschäftsmann weiter.

Inhalte von Freunden und Freundinnen priorisieren

In weiteren Tweets geht der Instagram-CEO zudem auf die Kritik ein, dass die Plattform Inhalte von Freunden in den persönlichen Feeds der Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr priorisiert. „Eine Sache, die ich oft höre, ist der Wunsch der Leute, mehr Inhalte von Freunden im Feed zu sehen. Ich würde mich freuen, wenn es mehr davon im Feed gäbe, aber das ganze Wachstum an Fotos und Videos von Freunden fand in Stories und in DMs statt“, so Adam Mosseri.

Und weiter: „Wir werden weiterhin Fotos und Videos von Freunden ganz oben im Feed zeigen, wann immer wir können, aber der beste Weg, um mit Freunden auf dem Laufenden zu bleiben, scheinen die anderen Features von Instagram zu sein."

Sein Tipp: „Wenn ihr sichergehen wollt, dass ihr nichts von einem Freund oder einem anderen Konto verpasst, fügt dieses Konto zu euren Favoriten hinzu und wir zeigen diese Beiträge dann oben im Feed an."

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Snapchats Schicksal vermeiden

Adam Mosseris ungewöhnlich schnelle Reaktion auf die sich ausweitende Kritik, könnte am Einstieg des Jenner-Kardashian-Clans liegen. Denn auch ihm dürfte das Schicksal, das Snap Inc. im Jahr 2018 ereilte, nicht entgangen sein.

Als Kylie Jenner damals twitterte, dass sie Snapchat nicht mehr nutzen werde, rauschte die Aktie um 6,1 Prozent nach unten und verlor innerhalb eines Tages satte 1,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 1,28 Mrd. Euro) an Marktwert.

(spot on news/ aet)

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