'Ich - Einfach unverbesserlich 3': Können die Minions weiter überzeugen?

3 von 5 Punkten

Spätestens seit die Minions 2015 ihren eigenen Spin-off-Kinofilm bekommen haben, ist der Hype um die kleinen gelben Dinger unaufhaltsam. Seit dem 6. Juli 2017 läuft 'Ich, einfach unverbesserlich 3' in den Kinos und die Frage ist: Kann er dem Hype gerecht werden?

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80er-Jahre Schurke bedroht Gru und seine Liebsten

Von Claudia Niemeyer

Ex-Superschurke Gru (Oliver Rohrbeck) ist mittlerweile ein zahmer Familienpapa. Sein Leben besteht aus seinen drei Töchtern Margo, Edith und Agnes (die er im ersten Teil adoptiert hat), seiner Ehefrau Lucy (die er im zweiten Teil geheiratet hat) und seinem Job. Doch dann macht Balthazar Bratt (Joko Winterscheidt) seine Vorstadtidylle zunichte.

Gru und Lucy (Martina Hill) verlieren ihre Jobs in der 'Anti-Verbrecher-Liga' und müssen sich nun einem neuen Superschurken stellen - der mit seinen Schulterpolstern und seiner Vokuhila direkt aus den 80er-Jahren zu kommen scheint. Bratt ist ein ehemaliger Kinderstar und hatte genau dann die beste Zeit seines Lebens. Anscheinend hat er einen Dauerzuckerschock von seinem Bubblegum erlitten und auch sein Kultspruch: "Ich bin ein böser Junge" ist ihm zu Kopf gestiegen, denn nun will er sich bitter an der Welt rächen, die ihn verschmäht.

Aber ein Problem kommt selten allein: Dru, der Zwillingsbruder von Gru, taucht gut gelaunt und mit voller Mähne aus dem Nichts auf und will von Gru in die Welt der Schurkerei eingeführt werden. Sehr zur Freude der Minions, die sich langweilen und endlich wieder einem Bösewicht dienen wollen …

Hype um die Minions ist ungebrochen

Szene des Films "Ich - Einfach unverbesserlich 3" (undatierte Filmszene). Der Film kommt am 6. Juli 2017 in die Kinos. (zu dpa-Kinostarts vom 29.06.2017) ACHTUNG: Verwendung nur für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit der Berichterstat
Die Minions revoltieren: Das Leben mit Vorstadt-Daddy Gru ist ihnen zu langweilig geworden. © dpa, sab

Wie schon in den ersten beiden Teilen sind wieder Pharrell Williams und Heitor Pereiro für den Soundtrack verantwortlich. Auch wenn diesmal kein Megahit wie 'Happy' drin ist, ist auf die beiden Verlass – und darüber hinaus sind mit Madonna, Michael Jackson und Van Halen viele Ikonen der 80er zu hören. Die vielen Anleihen an die 80er wird bestimmt vor allem die Eltern freuen, die Kinder werden sich einfach über die zahllosen Witze freuen – und natürlich über die Minions, deren Hype ungebrochen ist. Selbst Kinoverweigerer kommen um die liebenswürdigen Kerlchen nicht herum, denn ob im Supermarkt, Kaufhaus oder Spielwarenladen: Es gibt eigentlich nichts, was es nicht im Minion-Look gibt. Trotzdem ist es gut, dass sie nur wieder eine Nebenrolle haben – und nicht wie im 'Minions'-Film die Hauptrolle übernehmen, denn ihr putziges Esperanto-Gebrabbel wirkt in kleinen Dosen umso putziger.

An den Charme seiner Vorgänger reicht der dritte Teil leider nicht heran, dennoch ist den beiden Regisseuren Pierre Coffin und Kyle Balda ein Film gelungen, bei dem die ganze Familie auf ihre Kosten kommt. Und das sind die Filme aus dem Hause 'Illumination' schließlich auch: nette Familienfilme, die folgende Botschaft vermitteln: Die Familie ist das Wichtigste im Leben – und zwar völlig unabhängig davon, ob blutsverwandt oder zusammengesucht.