Hugh Grant: Scharfe Attacke gegen Premierminister Boris Johnson

Hugh Grant: Scharfe Attacke gegen Premierminister Boris Johnson
Hugh Grant will keinen Brexit © FayesVision/WENN.com, WENN

Hugh Grant ist einer der aktivsten Promis im britischen Wahlkampf. Dabei unterstützt der Schauspieler keine bestimmte Partei, denn er hat nur ein Anliegen: Den amtierenden Premierminister Boris Johnson zu stürzen.

Wer in einem der erfolgreichsten Weihnachtsfilme aller Zeiten den Premierminister gespielt hat, der darf auch im vorweihnachtlichen Wahlkampf den Mund aufmachen. Und so zieht 'Tatsächlich Liebe'-Star Hugh Grant (59) dieser Tage von Haus zu Haus.

Klinkenputzen gegen den Brexit

Dabei unterstützt der Schauspieler keine bestimmte Partei, sondern setzt sich in Wahlkreisen, in denen ein enges Ergebnis zu erwarten ist, für die Partei ein, die die größten Chancen hat, gegen die Konservativen zu gewinnen.

Nach dem britischen Mehrheitswahlrecht wird nämlich immer nur der Gewinner eines Wahlkreises ins Parlament einziehen. Je kleiner die Mehrheit der Konservativen im Unterhaus, desto unwahrscheinlicher ein harter Brexit.

Den will der Vorzeige-Brite nämlich mit allen Mitteln verhindern.

Doch auch abseits des Klinkenputzens sagt Hugh Grant gern seine Meinung, denn die Methoden des amtierenden Premiers Boris Johnson (55) gefallen ihm überhaupt nicht. Johnson ist bekannt dafür, dass er es mit der Wahrheit nicht allzu genau nimmt.

Hugh Grant hält Boris Johnson für einen Lügner

Weniger Tage vor der Wahl am Donnerstag (12. Dezember) hat der Premier erneut den Zorn des Stars auf sich gezogen. In einer Szene, die er direkt aus Hugh Grants Erfolgsfilm 'Tatsächlich Liebe' entlehnt hat, ist der Politiker zu sehen, wie er seine Botschaft auf großen Tafeln, die er nach und nach enthüllt, unters Volk bringt – genau so gestand einst Andrew Lincoln Keira Knightley in der RomCom seine Liebe.

"Das war schon ganz gut gemacht", gab Hugh Grant in einem Interview mit der BBC zu und schickte eine Spitze hinterher: "Es scheint, dass die Konservativen eine Menge Geld haben. Vielleicht sind da die ganzen Rubel draufgegangen."

Boris Johnson wird vorgeworfen, Gelder aus Russland angenommen zu haben.

Der Schauspieler fährt fort: "Eine Karte aus dem Film scheint aber zu fehlen. Darauf steht 'An Weihnachten sagt man die Wahrheit'. Wahrscheinlich dachten seine Berater, das sieht nicht gut bei ihm aus."

Ob Hugh Grant einen Sieg der Konservativen verhindern kann, zeigt sich am späten Donnerstagabend, wenn die ersten Ergebnisse vorliegen.

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