Hugh Grant: Brachte er den Wahlkandidaten nur Unglück?

Hugh Grant: Brachte er den Wahlkandidaten nur Unglück?
Hugh Grant entpuppte sich als schlechtes Omen im Wahlkampf © Adriana M. Barraza/WENN.com, WENN

Hugh Grant hatte sich im britischen Wahlkampf hinter diverse Kandidaten gestellt, doch der Schauspieler brachte ihnen kein Glück: Keiner schaffte es ins Unterhaus.

Er ging von Tür zu Tür und ließ nichts unversucht, um für Kandidaten Stimmung zu machen, die sich gegen den Brexit stellen wollten. Doch Hugh Grant (59) hat mit seiner Einmischung in den britischen Wahlkampf kein glückliches Händchen bewiesen, denn keiner der Kandidaten, die der Schauspieler ('Vier Hochzeiten und ein Todesfall') unterstützte, ist gewählt worden.

Hugh Grant gegen den Brexit

Dabei hatte sich der Star nicht hinter eine bestimmte Partei gestellt, sondern einzelne Kadidaten der Labour Party und der Liberal Democrats aktiv unterstützt. Sein Ziel: den Wählern 'taktisches Wählen' näher zu bringen. Im britischen Mehrheits-Wahlsystem bedeutet das, dass man seine Stimme dem 'kleineren Übel' gibt, um einem größeren Einhalt zu gebieten. Pro Wahlkreis zieht nämlich nur ein Abgeordneter ins Parlament, es gibt keine Zweitstimmen und keine Überhangmandate. Hugh Grant ging es bei seiner Kampagne jeweils darum, Kandidaten zu unterstützen, die als Brexit-Gegner bekannt sind.

Spott von Piers Morgan

Doch selbst der Einsatz des Schauspielers, der bei Eiseskälte Klinken in Nordlondon putzte und Reden hielt, konnte die Kandidaten nicht vor einem unrühmlichen Schicksal bewahren: Sie scheiterten samt und sonders mit ihrem Versuch, ins Parlament einzuziehen. Der kontroverse TV-Moderator Piers Morgan, mit dem Hugh Grant eine langjährige Feindschaft verbindet, nachdem der Journalist maßgeblich am Skandal um gehackte Telefone beteiligt war, machte sich über den Star lustig: "100 Prozent Scheitern für den Heiligen Hugh, der meinte, das Land retten zu müssen." Dabei imitierte der TV-Mann Hugh Grants als elegant empfundenen Akzent und nannte ihn einen Wichtigtuer. Hugh Grant selbst hat sich noch nicht zu der Provokation geäußert.

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