Hollywood Blog by Jessica Mazur

Hollywood Blog: Lena Dunham hat den "totalen Tiefpunkt" erreicht

Lena Dunham
Lena Dunham © Instagram

Ging Lena Dunham mit dem Pipi-Foto zu weit?

Schauspielerin und Regisseurin Lena Dunham provoziert gerne, doch ist sie mit ihrem Pipi-Foto am Ende doch zu weit gegangen? 

Was ist eigentlich mit Lena Dunham los? In den US-Medien heißt es inzwischen schon, die Schauspielerin „hits rock bottom“, was in etwa so viel heißt, wie: „Sie hat den totalen Tiefpunkt erreicht“. Ist Dunham einfach nur Dunham oder ist es vielleicht doch an der Zeit, sich ernsthaft Sorgen um den „Girls“-Star zu machen?

Dass Lena Dunham ein wenig - nun sagen wir mal - ANDERS ist als ihre Promi-Kolleginnen ist ja nichts Neues. Die 30-Jährige pfeift auf die typischen Hollywood-Standards (oder tut zumindest so) und präsentiert sich hier in der Stadt selbst gerne als „nerdy goofball“ zwischen all den Schönen und Schöngemachten. Dass gefällt nicht jedem. Doch mit ihrer eigenwilligen Art bekam sie nicht nur mit Mitte 20 ihre eigene HBO-Show, sie hat auch Millionen treuer Fans. Doch besonders in diesem Jahr wurde die Kritik an Lena und ihren zum Teil sehr merkwürdigen verbalen und visuellen Ergüssen in den sozialen Medien immer größer.

So tauchten vor ein paar Wochen zum Beispiel frühere Tweets von ihr auf, in denen sie schrieb „(...) Ich träumte, ich war eine Prostituierte und dass ich einen kleinen afroamerikanischen Nager belästigte.“ Ein anderes Mal beschuldigte sie den Footballer Odell Beckham, er hätte sich während der diesjährigen MET-Gala lieber mit seinem Handy beschäftigte, weil er in ihr kein Sexobjekt sah. Und in der letzten Woche postete sie leicht angetrunkenen eine Reihe von Instagram-Videos, in denen sie sich unter anderem als „menschlichen Papierkorb“ bezeichnet. 

Und nun ihr neuster Insta-Coup: ein Pipi-Foto vom Lokus. Oder anders ausgedrückt: ein Toiletten-Selfie. Reizend. Das besagte Foto zeigt Lena in einem glitzernden Kleid breitbeinig und mit heruntergezogener Strumpfhose auf dem Pott sitzend. Die Hände im Schoß und auf dem Gesicht ein Ausdruck, der vermutlich lasziv wirken soll. Dunham versah ihr Pipi-Foto, wie sie es nennt, mit der Bildunterschrift „Model Citizen“ („vorbildliche Bürgerin“) und der amerikanischen Flagge. Doch die Netzgemeinde empfand das Foto alles andere als „vorbildlich“. Denn es hagelte links und rechts Kommentare wie „Ekelhaft!“, „Für Aufmerksamkeit tut sie alles. Krank!“, „Die Alte ist so widerlich“ oder auch „Ein deutlicher Beweis dafür, dass man es mit dem Teilen im Internet auch gewaltig übertreiben kann.“

Die Reaktionen auf ihr Potty-Pic scheinen nicht spurlos an Dunham vorbeigegangen zu sein. Inzwischen löschte sie das Foto nämlich und ersetzte es stattdessen mit einer Werbung des Unterwäsche-Herstellers Candies, die Jenny McCarthy auf einer Toilette sitzend zeigt. Um trotz allem ihren „visuellen Einflüssen“ Luft zu machen, wie sie sagt. Was genau das für Einflüsse sind, ist unklar.

Alles sehr bizarr. Aber nun gut, es gab auf jeden Fall mal wieder ein paar Schlagzeilen. Und dazu natürlich die Erkenntnis, dass ein Toiletten-Selfie dem Begriff „Shitstorm“ dann doch irgendwie noch mal eine ganz neue Bedeutung gibt.

Jessica Mazur