Herzogin Meghan und Prinz Harry: So hat die Fehlgeburt sie als Paar gestärkt

ARCHIV - 02.10.2019, Südafrika, Johannesburg: Herzogin Meghan und der britische Prinz kommen zu einem Besuch im Tembisa-Township in der Nähe von Johannesburg an. Am 4. August wird Meghan 39 Jahre alt. (zu dpa "Auf der Suche nach der neuen Rolle - Meg
Herzogin Meghan und Prinz Harry mussten gemeinsam um ihr verstorbenes Baby trauern. © dpa, Dominic Lipinski, sab

Meghan und Harry leiden auf ihre Art und Weise

Es ist genau das, was kein glückliches Paar erleben sollte und doch so viele hinter zugezogenen Gardinen durchmachen müssen. Herzogin Meghan und Prinz Harry (36) haben nur etwas mehr als ein Jahr nach der Geburt ihres ersten Sohnes ein zweites Baby verloren. Das gab die 39-Jährige jetzt höchstpersönlich in einem selbstgeschriebenen Essay zu. Einige Monate sind seitdem vergangen – Zeit, die nicht nur die Wunden geheilt hat, sondern sie und ihren Ehemann auch als Duo enger zusammengebracht hat.

Fehlgeburt hat sie näher zusammengebracht

Vor allem der Gedanke daran, dass auch andere Paare das Gefühl des Verlustes erleben mussten und nur nicht öffentlich darüber sprechen, habe Meghan und Harry gestärkt, wie sie in ihrem Artikel in der „New York Times“ schreibt: „Ein Kind zu verlieren bedeutet, eine fast unerträgliche Trauer zu tragen, die von vielen erlebt wird, über die aber nur wenige sprechen. Unter dem Schmerz unseres Verlustes stellten mein Mann und ich fest, dass in einem Raum mit 100 Frauen 10 bis 20 von ihnen an einer Fehlgeburt gelitten haben.“ Obwohl aber alle das Gleiche erlebt haben, würde das Gespräch darüber ausbleiben – aus Scham, Wut oder anderen Befindlichkeiten. Dinge, die Meghan und Harry nicht länger hinnehmen wollen.

Sie fordern Betroffene auf, öffentlich mehr über das Thema zu sprechen, zu diskutieren und die Gefühle zu teilen. Das hätte schließlich auch ihnen geholfen, ihr Leid besser verkraften zu können – miteinander zu leiden: „Wir stellen uns auf eine neue Normalität ein, bei der Gesichter von Masken verdeckt werden, aber es zwingt uns, einander in die Augen zu schauen - manchmal voller Wärme, manchmal voller Tränen. Zum ersten Mal seit langer Zeit sehen wir uns als Menschen wirklich. Sind wir okay? Wir werden es sein.“

Im Video: Herzogin Meghans Fehlgeburt

Herzogin Meghan hatte eine Fehlgeburt
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Herzogin Meghan hatte eine Fehlgeburt