Henning Baum in 'Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer': So teuer war die Produktion

Erste Realverfilmung

Diese Verfilmung kennt wohl fast jeder: 'Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer'. Die Realverfilmung von Michael Endes berühmten Buch ist einer der teuersten deutschsprachigen Filme aller Zeiten. Aber nicht nur eine große Geldsumme steckt in der Produktion, sondern auch sehr viel Liebe.

Darum geht's

Auf Lummerland gibt es nur vier Einwohner: Lokomotivführer Lukas (Henning Baum), Frau Waas (Annette Frier), Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst) und König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht). Dann bringt der Postbote ein Paket, in dem ein schwarzes Baby liegt. Lukas nennt den Jungen Jim und Frau Waas zieht diesen wie einen eigenen Sohn auf. Jim Knopf (Solomon Gordon) wächst heran und lernt von Lukas alles über die Lokomotive Emma. Als König Alfons dann aber vorschlägt, aus Platzmangel die alte Emma verschrotten zu lassen, beschließt Lukas, Lummerland heimlich mit seiner Lokomotive zu verlassen. Jim Knopf begleitet ihn bekanntlich und ihre Reise führt sie in das Reich des Kaisers von Mandala und auf die abenteuerliche Suche nach seiner entführten Tochter Li Si. 

Ein bisschen wie Bud Spencer

"Lukas ist ein cooler Typ", beschreibt Schauspieler Henning Baum seine Figur: "Er hat Kraft, Kreativität, ist mutig, neugierig und abenteuerlustig. Er ist Fremden gegenüber unvoreingenommen und hat diesen unterschwelligen Humor. Ich habe mich sehr gerne in ihn verwandelt. Wenn es ihn wirklich gäbe, wäre ich gerne mit ihm befreundet." Und im Palast von Mandala darf Lukas in bester Bud-Spencer-Manier die Wachen verprügeln: "Ich bin ein großer Bud-Spencer-Fan", sagt Baum. "Es ist mir eine Ehre, dass wir da eine kleine Reminiszenz an ihn setzen durften. Bud Spencer ist einer der Helden meiner Kindheit. Ganz so gut wie er habe ich es vermutlich nicht hingekriegt, aber ich arbeite dran."

Fazit

Henning Baum als Lokomotivführer und Solomon Gordon als Jim Knopf in einer Szene des Films 'Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer'
'Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer' ist ab dem 29. März im Kino zu sehen. © dpa, Ilze Kitshoff, jkn sab

In dem Film von Regisseur Dennis Gansel (44) kommen tatsächlich nicht nur die kleinen Kinder auf ihre Kosten. Das aufwendig gestaltete Fantasy-Abenteuer inklusive Drachen, Piraten und Scheinriesen dürfte auch ältere Kids und Eltern erfreuen. "Die Bilder sind dazu geeignet, alle ins Kino zu locken", meint auch Baum: "In Hollywood hätte dieser Film auch nicht anders ausgesehen, das ist wirklich ganz großes Kino und mit den besten Mitteln gedreht worden." Immerhin kostete der Film auch stolze 25 Millionen - und ist damit eine der teuersten deutschen Produktionen.

Das Original von Michael Ende

Die Romanvorlage von Michael Ende zählt seit 1960 zu den erfolgreichsten Büchern im deutschsprachigen Raum. Auch die Fernseh-Adaptionen durch die Augsburger Puppenkiste (1961/1962 und 1976/1977) sind berühmt. Was hätte Michael Ende wohl selbst zu dem neuen Film gesagt? "Ich kenne eine alte Freundin von ihm, die ihn seit seiner Jugend kannte", erzählt Baum. "Ihr habe ich immer wieder von den Dreharbeiten erzählt. Und ich glaube, Michael Ende würde der Film gefallen. Ich denke, er wäre wirklich zufrieden mit dem, was wir da gemacht haben. Er würde nicht denken, dass wir das überdehnt oder die falschen Bilder verwendet haben."

spot on news