Helena Fürst poltert nach Entlassung aus Psychiatrie: Zustände menschenverachtend!

Helena Fürst aus Psychiatrie entlassen
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Helena Fürst aus Psychiatrie entlassen

Helena Fürst darf wieder nach Hause

Helena Fürst ist wieder frei! Die „Anwältin der Armen“ durfte am Freitag (9. Juli) die Psychiatrie der Uni-Klinik Frankfurt am Main verlassen. RTL hat sie exklusiv nach ihrer Entlassung getroffen. „Ich habe mich selbst hier rausgekämpft“, sagt die 47-Jährige.

Helena Fürst: „Ich bin endlich frei, ich hab’s geschafft"

Freiheit! Um 9.36 Uhr kommt Helena Fürst durch die Tür der geschlossenen Psychiatrie. Als erstes zündet sie sich eine Zigarette an. Die 47-Jährige ist sichtlich mitgenommen, aber auch überglücklich. „Mein Herz pumpt auf 5000. Ich bin endlich frei, ich hab’s geschafft. Ich fang jetzt an zu heulen“, sagt sie exklusiv gegenüber RTL. Sie habe „menschenverachtende Zustände“ erlebt. „Das ist ein Dreck-Trakt, der ist völlig verseucht und verdreckt.“ Ob das stimmt? RTL hat bei der Psychiatrie nachgefragt. Doch diese beruft sich auf ihre Schweigepflicht und will keinen Kommentar dazu abgeben.

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Fürst mit schweren Vorwürfen: „Ich wurde mehrfach geschlagen und misshandelt"

Am 24. Juni wurde die ehemalige „Sommerhaus der Stars“-Teilnehmerin in die Psychiatrie eingewiesen. Laut Polizei soll der TV-Star im Keller eines Frankfurter Mehrfamilienhauses eine Vielzahl von Kabeln in einem Stromkasten durchgeschnitten haben. Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe Helena in einem „psychisch verwirrten" Zustand vor dem Stromkasten gestanden. Doch die 47-Jährige fühlte sich zu Unrecht eingesperrt und erhob schwere Vorwürfe gegen die Klinik. Via Telefon meldete sich Helena mit einem Hilferuf bei RTL. „Ich wurde mehrfach geschlagen und misshandelt, ans Bett fixiert und mir wurden zwanghaft Medikamente verabreicht“, behauptete sie und weiter: „Ich bin hier eingesperrt, schlimmer als in einem Gefängnis.“

Auf RTL-Anfrage verwies die Uniklinik Frankfurt auf die ärztliche Schweigepflicht, äußerte sich nur allgemein: „Unabhängig von einem konkreten Patientenfall können wir Ihnen Folgendes mitteilen: Wenn Patienten ohne Einwilligung zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen werden, erfolgt das in aller Regel durch den behandelnden Notarzt und die hinzugezogene Polizei. Die Entscheidung über eine Unterbringung gegen den Willen des Patienten erfolgt gemäß Psych-KHG (Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz) durch einen diensthabenden Richter", so Pressesprecher Christoph Lunkenheimer. Auf die Prügel-Vorwürfe ging die Klinik in der Stellungnahme nicht ein.

Wann droht jemandem die Zwangseinweisung?

„Freiheitsberaubung" nennt Helena ihren Aufenthalt in der Psychiatrie. Sie sei völlig gesund und es gebe keine rechtliche Grundlage für ihre Einweisung. Doch ist es einfach so möglich, Menschen gegen ihren Willen in eine Psychiatrie einzuliefern? Wann droht jemandem die Zwangseinweisung? Rechtanwältin Nicole Muschke hat RTL jetzt eine Einschätzung zur Rechtslage gegeben. (tma)