Heidi Klum: Darum ist es ihr wichtig, ihre Kinder so offen zu erziehen

Heidi Klum: Ihre Kinder sind "noch offener" als sie
Heidi Klum ist Mutter von vier Kindern © Birdie Thompson/AdMedia/ImageCollect, SpotOn

"Meine wichtigste Aufgabe"

Mit ihrem neuen Show-Format "Queen of Drags" (ab 14. November, 20:15 Uhr, ProSieben) machen sich Bill Kaulitz (30), Conchita Wurst (30) und Heidi Klum (46) für die LGBTIQ-Community stark. Für alle drei ist sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ein wichtiges Thema. Das versucht Heidi Klum auch ihren vier Kindern beizubringen.

"Es geht ums Leben und leben lassen"

"Was ich [...] am Wichtigsten finde, ist, vier Kinder großzuziehen, die die Welt vollkommen anders betrachten und beurteilen", sagt Klum im Interview mit goldenekamera.de. "Ich glaube, dass das meine wichtigste Aufgabe ist. Es geht ums Leben und leben lassen." Durch ihren Job würden Leni (15), Henry (14), Johan (12) und Lou (10) ohnehin sehr viele unterschiedliche Menschen kennenlernen, "die anders sprechen, anders aussehen und unterschiedliche Hautfarben haben".

"Mir ist wichtig, offen über alles zu sprechen. Wir besuchen auch gemeinsam fast jedes Jahr die Gay Pride Parade. Meine Kinder kennen das schon ihr Leben lang", erklärt die 46-Jährige. "Es ist für sie nichts Besonderes, einen Mann mit wenig Klamotten zu sehen oder eine Frau, deren bemalten Brüste frei baumeln, während sie auf dem Fahrrad vorbeifährt. Sie gehen vollkommen anders in diese Welt hinein, als ich das getan habe. Ich bin schon sehr offen, aber sie sind noch offener." Weiter sagt Klum: "Ich glaube, es ist an uns Eltern, die nächste Generation zu ändern, weil sich sonst niemals etwas ändern wird."

Ihre offene Erziehung kommt nicht von ungefähr. Auch Klum habe sich schon immer für "Dinge oder Menschen interessiert, die anders sind". Sie selbst war zudem "immer ein bisschen bunter als die anderen". "Schon mit sechs Jahren stand ich auf der Bühne und ich habe 15 Jahre lang getanzt. Ich musste nicht dafür kämpfen, akzeptiert zu werden, ich habe einfach das gemacht, was mir gefallen hat. Wenn mich einer schief angesehen hat [...], dann war mir das egal." Sie gibt allerdings zu bedenken: "Aber nicht jeder ist hart genug, um Kritik an sich abperlen zu lassen. Aber sollten wir nicht alle einzigartig sein, anziehen können und lieben wen wir wollen, solange wir niemanden verletzen?"

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