Harvey Weinstein vor Gericht: Angriff auf Ankläger

Harvey Weinstein vor Gericht: Angriff auf Ankläger
Harvey Weinstein droht ein Leben hinter Gittern © Hubert Boesl/picture-alliance/Cover Images, WENN

In ihrem Abschlussplädoyer langte die Anwältin des Filmproduzenten noch einmal so richtig hin: Die vermeintlichen Opfer Harvey Weinsteins wollten nur ihre Karriere aufpolieren.

Wollten die Frauen, die Harvey Weinstein (67) des sexuellen Missbrauchs beschuldigen, nur selbst ins Rampenlicht? Ja, wenn man der Anwältin des in Ungnade gefallenen Filmproduzenten ('Shakespeare In Love') glauben darf.

Böse Vorwürfe gegen Harvey Weinsteins Ankläger

In ihrem an die Jury gerichteten Abschlussplädoyer griff Donna Rotunno die Frauen, die gegen den einstigen König von Hollywood aussagten, am Donnerstag (13. Februar) scharf an. Die Anklägerinnen hätten nur an ihre Karriere gedacht, als sie ihre Anschuldigungen erhoben. "Sie sind im Fernsehen, sind plötzlich Teil einer Bewegung, und zum Teufel mit der Wahrheit", schimpfte Rotunno vor Gericht und bezog sich dabei besonders auf Annabella Sciorra, (59, 'Die Sopranos') die gegen Rotunnos Mandanten ausgesagt hatte. Die Schauspielerin hatte sich dem Journalisten Ronan Farrow (32) anvertraut, der den Skandal um Weinstein an die Öffentlichkeit getragen hatte.

"Keine Karriere und pleite"

"Sie hatte zum Zeitpunkt der Anschuldigungen keine Karriere, aber Ronan Farrow ruft mit einer Theorie an und die passt zu ihr, und plötzlich ist sie wieder relevant", so Rotunnos Vermutung, bevor sie hinzufügte, dass die Schauspielerin pleite sei. "Plötzlich ist sie wieder ein Star. Sie hat einen neuen Agenten und ist der Liebling der zurzeit angesagten Bewegung." Insgesamt haben im Prozess drei Frauen ausgesagt. Harvey Weinstein wird unter anderem Vergewaltigung vorgeworfen, er bestreitet die Anschuldigungen.

© Cover Media