Harvey Weinstein: "In New York ist kein gerechtes Verfahren möglich"

Harvey Weinstein: "In New York ist kein gerechtes Verfahren möglich"
Harvey Weinstein muss in New York bleiben © KIKA/WENN.com, WENN

Produzent Harvey Weinstein wollte, dass sein Gerichtsverfahren wegen Vergewaltigung nicht im Staate New York verhandelt wird. Sein entsprechendes Gesuch wurde nun aber abgelehnt.

Harvey Weinstein (67) ist seit zwei Jahren aus den Schlagzeilen nicht herausgekommen. Und genau das sei auch das Problem für ihn, behaupteten seine Anwälte: Am Mittwoch (22. Januar) beginnt das Verfahren gegen den Produzenten, der sich wegen Vergewaltigung vor Gericht in New York verantworten muss.

Harvey Weinstein verliert

Aufgrund der ununterbrochenen Berichterstattung in der Presse habe Harvey allerdings keine Chance auf einen gerechten Prozess – es sei unmöglich sicherzustellen, dass die Geschworenen unvoreingenommen sind. Aus diesem Grund hatten die Anwälte des gefallenen Moguls das Gesuch eingereicht, das Verfahren nicht wie angesetzt im Staate New York austragen zu lassen. In New York sei Harvey Weinstein schließlich von den Medien ständig unter Beschuss gewesen. Doch der zuständige Richter lehnte dieses Gesuch ab. Dies bedeutet, das wie geplant am Mittwoch die Eröffnungsreden der vertretenen Parteien vor Gericht verlesen werden können.

Schlagzeilen werden weiterhin geschrieben

Kurz zuvor gab es einen weiteren Rückschlag für Harvey Weinsteins Anwälte, denn die hatten ursprünglich geplant, mehrere Dutzend E-Mails als Beweisstücke zu verlesen, die Frauen an Harvey Weinstein verfasst hatten; E-Mails, in denen sie von ihren sexuellen Begegnungen mit dem Produzenten schwärmen. Harvey Weinstein hat sich in allen fünf Fällen des sexuellen Missbrauchs, wegen derer er sich verantworten muss, für nicht schuldig erklärt. Das Verfahren in New York soll bis mindestens März andauern. Auch in London und Los Angeles laufen bereits Ermittlungen gegen ihn.

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