Harvey Weinstein: Anklage wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung

Harvey Weinstein stellt sich der Polizei
02:13 Min Harvey Weinstein stellt sich der Polizei

Der ehemalige US-Filmproduzent muss sich vor Gericht verantworten

Alle Frauen in Hollywood dürften aufgeatmet haben. In New York hat sich der gefallene Filmmogul Harvey Weinstein (66) am 25. Mai den Behörden gestellt. Nach seiner Vernehmung wurde er in Handschellen aus dem Polizeigebäude geführt und zum Gericht gebracht. Die Staatsanwaltschaft von Manhattan hat Anklage wegen Sexualverbrechen erhoben. Der 66-Jährige muss sich jetzt vor Gericht verantworten.

Ermittlungen laufen bereits seit Monaten

Harvey Weinstein wird der Vergewaltigung und eines kriminellen sexuellen Aktes beschuldigt, ließ die Staatsanwaltschaft mitteilen. Die Vorfälle mit zwei Frauen sollen sich 2004 und 2013 ereignet haben. Seit Monaten laufen die Ermittlungen der New Yorker Behörden bereits, heißt es weiter. Und diese werden auch fortgeführt, um andere Straftaten und mögliche weitere Opfer ausfindig zu machen. Manhattans Staatsanwalt Cyrus Vance Jr. bat diese, sich zu melden. "Ich danke den mutigen Opfern, die sich gemeldet haben und den Ermittlern meiner Behörde, die unermüdlich an dieser Untersuchung gearbeitet haben", erklärte er.

Harvey Weinstein will auf 'nicht schuldig' plädieren

Der 66-Jährige wurde unterdessen auf Kaution freigelassen. Die Höhe soll laut US-Medienberichten eine Million Dollar betragen. Harvey Weinstein habe zugestimmt, ein elektronisches Überwachungsgerät zu tragen, für dessen Kosten er selbst aufkommen will. Der frühere Filmproduzent darf zudem die USA bis auf weiteres nicht verlassen. Er darf sich nur in New York und Connecticut aufhalten. Wenn er in einen anderen Staat reisen möchte, muss er um Erlaubnis bitten.

Bis 30. Mai muss Harvey Weinstein entscheiden, ob er selbst vor Gericht aussagen wird. Die nächste Gerichtsverhandlung wurde für den 30. Juli angesetzt. Sein Anwalt erklärte, dass sein Mandant auf 'nicht schuldig' plädiere.

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