Hannelore Elsner (†76): Sohn Dominik gibt bewegendes Interview

Hannelore Elsners Sohn über die letzten Geheimnisse seiner Mutter
Dominik Elstner hatte ein inniges Verhältnis zu seiner Mutter Hannelore Elsner © imago images / Tinkeres, SpotOn

Sohn Dominik gibt bewegendes Interview

Hannelore Elsner befindet sich nur wenige Wochen vor ihrem Krebstod bei den Dreharbeiten zu "Lang lebte die Königin". Ihr Sohn Dominik Elstner (38) erzählt: "Sie spielte eine krebskranke sterbende Frau. Es gab eine Szene, in der sie sich in einen Sarg legen musste. Aber niemand am Set ahnte, wie es meiner Mutter tatsächlich ging." Bis Anfang April habe sie versucht, ihren Zustand zu verheimlichen, am 21. April 2019 ist sie gestorben.

Die Wahrheit über ihre Krankheit

Im "Stern" erzählt Dominik Elstner, dass er dabei war, als seine Mutter nach der Untersuchung die Diagnose bekam. "Brustkrebs, etwas später kam Leukämie dazu. Aber die Ärzte haben damals gesagt, sie hätte gute Chancen zu überleben." Und sie selbst habe gesagt: "Okay, ich bin wohl doch nicht unsterblich. Ich bin jetzt verwundet. Ich muss jetzt etwas tun, auf mich achten, mich schonen."

Als Hannelore Elsner in Krebstherapie war, hatte ihr Sohn den Eindruck, dass es ihr schon besser gehen würde. Elstner erzählt, dass seine Mutter die Krankheit ernstgenommen, ihr aber im Alltag keine Bedeutung geschenkt hat. "Sie sagte: 'Wenn ich so viel über diesen Tumor rede, dann stachele ich ihn noch an, und er frisst mich noch mehr auf.'"

Video: So nahmen Freunde von Hannelore Elsner Abschied

Trauerfeier für Hannelore Elsner
01:02 Min Trauerfeier für Hannelore Elsner

"Ich habe ihr Geschichten aus ihrer Kindheit vorgelesen"

Kurz vor ihrem Tod sei sie selten bei Bewusstsein gewesen: "Aber ich saß die ganze Zeit an ihrem Bett. Hab ihr vorgelesen. Aus ihrem Buch. Geschichten aus ihrer Kindheit", so Elstner.

An dem Geburtstag ihres Sohnes kam sie nocheinmal zu Bewusstsein

Zwischendurch habe es immer wieder auch klare Momente gegeben. Drei Tage vor ihrem Tod flüsterte ihr Elstner ins Ohr: "Mama, ich habe heute Geburtstag. Da riss sie die Augen auf und war noch einmal da. Sie hat gesagt: 'Oh Gott, oh, mein Gott!' Ich habe sie dann beruhigt und ihr gesagt, dass ich jetzt kein Geschenk von ihr erwarte. Das größte Geschenk sei doch, dass ich jetzt in diesem Moment mit ihr zusammen sein konnte".

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