Hanka Rackwitz: Schwere Zwangsstörungen bestimmen ihr Leben

Hanka Rackwitz
Hanka Rackwitz © picture alliance

Hanka Rackwitz: "Bitte wundern Sie sich nicht, ich ticke nicht richtig"

Fröhlich, flippig und immer für einen Spaß zu haben – so tritt Immobilienmaklerin Hanka Rackwitz stets in der VOX-Sendung 'Mieten, kaufen, wohnen' auf. Doch die unbeschwerte Stimmung trügt – denn die Leipzigerin leidet unter schweren Zwangsstörungen. 

Bekannt wurde Hanka Rackwitz durch ihre Teilnahme an verschiedenen TV-Sendungen wie 'Big Brother' und 'Mieten, kaufen, wohnen'. Dass die flippige Maklerin an mehreren Zwangsstörungen leiden soll, ist kaum zu glauben, vermittelt Hanka Rackwitz doch immer einen eher unkonventionellen und lockeren Eindruck. Doch wer genau hinsieht, dem fallen bereits in den TV-Shows die Zwänge der Immobilienmaklerin auf: Sie gibt niemandem die Hand und berührt auch keine Türklinken.

"Ich möchte wieder ich sein, die Hanka, die ich kenne."

Doch die Angst vor Keimen ist nicht der einzige Zwang, der Hankas Leben beherrscht. Zusätzlich leidet die 47-Jährige unter einem Kontrollzwang. Spontan irgendwo hingehen, funktioniert bei ihr nicht. Denn jedes Mal bevor die Leipzigerin ihre Wohnung verlässt, muss sie alles mehrfach kontrollieren. Allein um den Herd auszuschalten, braucht sie bis zu 45 Minuten.

Hanka Rackwitz leidet, sogar sehr. Denn ihre Zwänge regieren ihren Alltag in unerträglichem Maße. Dabei möchte sie nicht mehr als wieder zu ihrem alten Leben zurück: "Ich möchte wieder ich sein, die Hanka, die ich kenne. Und ich mag mich ja immernoch, aber ich will wieder mein Leben zurück."

Doch der Weg raus aus den Zwängen und weg von Panik, Desinfektionsmitteln und Kontrolle ist nicht einfach. Als Hanka sechs Jahre alt ist, stibt ihr Vater an Krebs - ein traumatisches Erlebnis. Kurz danach tritt die Zwangsstörung zum ersten Mal auf. Früher schämte sie sich dafür, heute geht sie offen damit um. "Ich sag den Leuten, wenn ich sie treffe: 'Guten Tag, bitte seien sie nicht böse, wenn ich Ihnen nicht die Hand gebe. Ich hab da so was... Und sie werde auch einiges sehen, bitte wundern Sie sich nicht, ich ticke nicht richtig." Seit ein paar Jahren schon ist die 47-Jährige in Therapie, bekommt ein Anti-Depressivum.

"Ich möchte wieder ich sein, die Hanka, die ich kenne. Und ich mag mich ja immer noch, aber ich will wieder mein Leben zurück", sagt sie. Es gehe ihr schon ein bisschen besser, aber sie habe noch einen langen Weg vor sich.