Guido Maria Kretschmer: Überlegen Sie mal, Frau Kramp-Karrenbauer

Guido Maria Kretschmer: Überlegen Sie mal, Frau Kramp-Karrenbauer
Guido Maria Kretschmer bittet um Verständnis © WENN.com, WENN

Designer Guido Maria Kretschmer hat im vergangenen Jahr seinen Lebensgefährten Frank Mutters kirchlich geheiratet. Die aktuelle CDU-Chefin, Annegret Kramp-Karrenbauer, ist kritisch gegenüber der Ehe für Homosexuelle eingestellt.

Guido Maria Kretschmer (53) bittet Annegret Kramp-Karrenbauer (56) um einen Moment des Innehaltens. Die CDU-Chefin ist nämlich kritisch gegenüber der Ehe für Homosexuelle. Guido kann das gar nicht verstehen, denn die Hochzeit habe ihm unendlich viel bedeutet.

Zeiten ändern sich

Kritik an der Ehe für Homosexuelle sei schlicht nicht mehr zeitgemäß, wie der Modeschöpfer findet. Zudem versteht Guido diesen Standpunkt nicht – schließlich würde die Ehe für Alle ja niemandem in seinem Recht einschränken, wie er gegenüber ‘Gala’ erklärt: "Da haben zwei Männer geheiratet und ich habe soviel Zuspruch bekommen und so viel Positives erlebt, dass ich glaube, Frau Kramp-Karrenbauer sollte sich mal überlegen, ob das wirklich gescheit ist, was sie da denkt und tut. Es wird niemandem etwas weggenommen, das hat vielen Menschen Freude gemacht und uns hat das sehr viel geschenkt. Dafür herzlichen Dank."

Mit Gottes Hilfe

Die kirchliche Zeremonie wird Guido Maria Kretschmer für immer in Erinnerung behalten. Das liege auch daran, dass sein Verlobter und jetziger Ehemann Frank immer mit einer bestimmten Redewendung gehadert habe: "Das war so ein heiliger Moment. Frank ist ja gar nicht so christlich wie ich. Wir haben das in der Kirche gemacht und dann musste er sagen: ‘Ja, mit Gottes Hilfe.’ Dann hat er gesagt: ‘Was soll ich nochmal sagen?’ Ich musste ihm dann immer sagen, ‘Ja mit Gottes Hilfe.’ Dann hat er immer gesagt: ‘Ja, so Gott will.’ ‘Nein, das ist nicht der Text.’ Jetzt ist es so, dass er immer zwischendurch sagt, wenn wir zusammen sind: ‘Ja, mit Gottes Hilfe.’ Das finde ich süß, weil wir uns dann immer daran erinnern, dass es so ist. Deswegen ist es so ein großes Glück." Da bleibt nur zu hoffen, dass Annegret Kramp-Karrenbauer ihren Standpunkt noch einmal überdenken wird.

© Cover Media