Golden Globes 2017: So reagiert Donald Trump auf Meryl Streeps Rede

Golden Globes: Das sagt Donald Trump zu Meryl Streeps Rede
Die Amtseinführung von Donald Trump findet am 20. Januar statt © Evan El-Amin / Shutterstock.com, SpotOn
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Er ist nicht überrascht

Oscar-Preisträgerin Meryl Streep (67, "Die Eiserne Lady") überraschte bei den 74. Golden Globe Awards mit einer verbalen Attacke gegen den designierten US-Präsidenten Donald Trump (70). Sie nahm den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk entgegen und kritisierte in ihrer Dankesrede das zum Teil demütigende Verhalten Trumps. Der zukünftige US-Präsident nahm in einem Telefoninterview mit der "New York Times" jetzt Stellung zu Streeps Aussagen.

"Ich habe niemals irgendwen verspottet"

Er erklärte darin, er habe weder die Rede noch andere Ausschnitte der Preisverleihung gesehen. Aber er sei keineswegs überrascht, von "liberalen Filmleuten" attackiert zu werden. Außerdem wehrte er sich vehement gegen Streeps Vorwurf, er habe einen behinderten Journalisten verspottet. "Ich habe niemals irgendwen verspottet", versicherte Trump. Er habe den Reporter lediglich in Frage gestellt. "Die Leute behaupten stets, dass ich die Behinderung des Journalisten verspotten wollte, als ob Meryl Streep und andere meine Gedanken lesen könnten, und ich habe so etwas nicht getan", so Trump weiter.

Außerdem gab er zu bedenken, dass Meryl Streep beim Parteitag der Demokraten seine Gegnerin Hillary Clinton (69) angekündigt hatte. "Viele dieser Leute unterstützten Hillary", so Trump. Er sei dennoch zuversichtlich, dass unzählige Stars zu seiner Amtseinführung kommen werden. Er sprach geradezu von einer rekordverdächtigen Beteiligung daran - auch Promis aus der Film- und Unterhaltungsbranche werden laut Trump dabei sein. In Washington seien die Kleidergeschäfte bereits ausverkauft. Es sei schwer, ein großartiges Kleid für die Amtseinführung zu finden.

"Dann verlieren wir alle"

Meryl Streep hatte auf der Bühne der Globes eine Szene geschildert, die ihr nicht mehr aus dem Kopf gehe. Es sei der Moment gewesen, als der zukünftige mächtigste Mann des Landes einen behinderten Journalisten nachahmte. Das habe ihr das Herz gebrochen. "Dieser Instinkt, andere zu demütigen (...), zieht sich in den Alltag von uns allen", so Streep. "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle." Von den anwesenden Gästen und via Twitter erhielt Streep großen Zuspruch für ihre ehrlichen Worte.

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